Kluge Grundrissdisposition sowie hohe Flexibilität für die Unterrichts- und Spielbedürfnisse: Beim Wettbewerb für den Neubau des Doppelkindergartens in Schinznach-Bad macht der Vorschlag des Büros Froelich und Hsu Architekten aus Brugg/Zürich das Rennen. Das Projekt gefalle in seinem architektonischen Ausdruck, halten der Gemeinderat und die Arbeitsgruppe Kindergarten fest. «Die einfache und schlichte Bauweise verspricht zudem sowohl in der Erstellung als auch im Betrieb ein hohes Mass an Wirtschaftlichkeit.»

In einem nächsten Schritt ist die Bevölkerung am Donnerstag, 28. April, zur Präsentation des Bauprojekts in die Aula eingeladen. Bei dieser Gelegenheit werden auch Ideen und Anregungen für die Gestaltung der Umgebung aufgenommen. Der Sommergemeindeversammlung am 16. Juni schliesslich wird der Baukredit unterbreitet. Dieser wird voraussichtlich 2 Mio. Franken betragen, sagt Gemeindeschreiberin Nicole Seiler.

Geben die Stimmberechtigten grünes Licht, stellt der Gemeinderat eine Baukommission zusammen. Ein detaillierter Zeitplan liegt laut Nicole Seiler zwar noch nicht vor. Geplant sei aber, den Kindergarten im nächsten Jahr zu realisieren.

Marschhalt eingelegt

Am heutigen Kindergarten mit Baujahr 1965 hat der Zahn der Zeit genagt. Es mussten einige Erneuerungs- und Reparaturarbeiten ausgeführt werden. Eine vom Gemeinderat eingesetzte Arbeitsgruppe befasste sich deshalb vertieft mit den Varianten Gesamtsanierung oder Neubau. Es zeigte sich nach der Abwägung der Vor- und Nachteile, dass ein Neubau auf dem Schulhausareal längerfristig die sinnvollste Lösung ist.

Mit der Verlegung des Kindergartens können zudem Synergien genutzt werden: Heizung- und Sanitäranlagen, Turnhalle, Aula oder Aussenanlagen. Ebenfalls entsteht die Option, das derzeitige Kindergartenareal, das sich in der Wohnzone befindet, zu verkaufen.

Im November 2013 genehmigte die Gemeindeversammlung den Projektierungskredit von 90 000 Franken für die Durchführung eines anonymen Projektwettbewerbs. Eine Arbeitsgruppe legte in der Folge das Raumprogramm fest, erarbeitete das Wettbewerbsprogramm und wählte die Teilnehmer aus. Weil zwischen dem herbeigezogenen Fachberater und dem Gemeinderat im Bezug auf die maximalen Baukosten unterschiedliche Ansichten bestanden, wurde ein Marschhalt eingelegt und das Vorgehen nochmals überdenkt.

Einstimmiger Entscheid

Der Gemeinderat entschied daraufhin, sich vom Fachberater zu trennen und den anonymen Projektwettbewerb nicht durchzuführen. Die Arbeitsgruppe unterstützte diese Pläne und lud mit der Unterstützung des neuen Fachberaters Richard Buchmüller, Architektur- und Planungsberater in Remigen, drei Büros zum Projektwettbewerb ein.

Ende des letzten Jahres kam die Arbeitsgruppe Kindergarten einstimmig zum Entschluss, dem Gemeinderat den Vorschlag von Froelich & Hsu Architekten zu empfehlen. Der Gemeinderat hat sich dieser Empfehlung angeschlossen.

Präsentation des Bauprojekts am Donnerstag, 28. April, 18.30 Uhr, Aula Schinznach-Bad.