Bözberg/Riniken

Für den Einzug der Leiterseile braucht es Helikopter

Die SBB-Linie zwischen Umiken und Villnachern wird mit zwei Tunnels unterquert.

Die SBB-Linie zwischen Umiken und Villnachern wird mit zwei Tunnels unterquert.

Beim Projekt «Gäbihübel» in Bözberg/Riniken ist die Montage der Strommasten weitgehend abgeschlossen.

Am «Gäbihübel» im Raum Bözberg/Riniken verläuft die Starkstromleitung künftig unterirdisch. Der Spatenstich erfolgte – nach jahrzehntelanger Planung – im August 2018. Diesen Sommer sind die Kabel auf einem Abschnitt von 1,3 Kilometern in den Boden verlegt worden.

Um Erdkabel und Freileitung zu verbinden, sind an beiden Enden Übergangsbauwerke errichtet worden. «Nach Abschluss der Bautätigkeit am Erdkabelabschnitt und den Übergangsbauwerken am Gäbihübel haben sich die Projektarbeiten in den vergangenen Monaten auf die Montage der Masten entlang der neuen Freileitungsabschnitte konzentriert», hält die Swissgrid fest, die Eigentümerin des Schweizer Höchstspannungsnetzes.

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Erstellt werden müssen 5,2 Kilometer neue Freileitung. Insgesamt 14 Masten entstehen zwischen Rüfenach und Habsburg. Die Montagearbeiten sind laut Swissgrid weitgehend abgeschlossen. Bei zwei Masten in Rüfenach und Habsburg werden sie voraussichtlich im kommenden Mai ausgeführt. In einem nächsten Schritt werden die Mastsockel betoniert.

Dank grüner Farbe sind Masten landschaftsverträglich

Die Swissgrid hat sich, heisst es in einem Infoblatt an die Bevölkerung der betroffenen Gemeinden, bei der Planung der neuen Maststandorte bemüht, möglichst landschaftsverträgliche Lösungen zu finden. Als Beispiel genannt werden zwei Masten, «die sich – angelehnt an den angrenzenden Waldrand und mit grüner Farbe bemalt – verhältnismässig gut ins Landschaftsbild eingliedern».

Die neuen Masten sind übrigens zwischen 47 und 80 Meter hoch und tragen – je nach Typ auf je zwei oder drei Auslegern – insgesamt 12 Leiterseile. Deren Einzug beginnt ab Februar in Riniken. Teilweise kommen Helikopter zum Einsatz.

In Villnachern stehen diese Arbeiten im April an. «Im Erdkabelabschnitt am Gäbihübel laufen parallel dazu verschiedene Tests und Abschlussarbeiten», führt die Swissgrid aus. In den beiden Übergangsbauwerken seien die Kabelendverschlüsse – die Verbindungsstücke zwischen Erdkabel und Freileitung – montiert.

Der Boden erhält wieder den ursprünglichen Zustand

«Das Projekt befindet sich nach wie vor im Fahrplan», fasst die Swissgrid im Infoblatt zusammen. Die heutige Freileitung werde bis 2021 demontiert. «Insgesamt werden 19 Masten zurückgebaut, was die Ortsbilder von Neu-Riniken und Hafen substanziell entlasten wird.»

Entfernt werden die Mastfundamente bis in ein Meter Tiefe. Der Boden wird wieder in den ursprünglichen Zustand versetzt.

Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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