Für viele war es eine faustdicke Überraschung: Im Oktober gab die Stiftung Faro bekannt, dass sie sich aus der Stadt Brugg zurückzieht und das Café Fridolin aus wirtschaftlichen Gründen per Ende Jahr schliesst – trotz laufendem Vertrag bis Sommer 2018. Auch wenn die Tatsache schmerze: Mit ihren Möglichkeiten, hielt die Stiftung fest, sei sie nicht in der Lage, die Ertragslage nachhaltig zu verbessern und die Kundenwünsche optimal zu erfüllen.

Mehrere Personen haben sich in der Folge gemeldet und ihr Interesse bekundet an einer Geschäftsübernahme, führt die Stiftung Faro jetzt in einer Medienmitteilung aus. Nach verschiedenen Gesprächen und Abklärungen war der Fall klar. Elisabeth Senn, die Eigentümerin des Café Fridolin, entschied sich für eine Nachfolge: Neue Gastgeberein wird Lilian Stammbach.

Unter neuer Leitung eröffnet wird das Lokal nach den Weihnachtsferien am 9. Januar 2018. Bei der Stiftung Faro ist die Freude gross über diese Entwicklung. «Wir sind sehr glücklich, dass das Café Fridolin praktische ohne Unterbruch geöffnet bleibt.»

Lilian Stammbach kennt ihre neuen Wirkungsstätte. Sie ist in Brugg aufgewachsen und absolvierte in der Altstadt ihre Lehre als Confiserie-Verkäuferin. «Obwohl während der letzten Jahre ausserhalb von Brugg wohnhaft, war sie weiterhin stark mit Brugg und der Altstadt verbunden», heisst es in der Medienmitteilung. Neben ihrer Familienarbeit hatte sie die Möglichkeit, im eigenen Haus ein kleines Café zu eröffnen und einige Jahre erfolgreich zu führen. Nun wohnt sie wieder in Brugg und freut sich, «das Café Fridolin zu übernehmen und so zur Attraktivität der Brugger Altstadt beizutragen». Auf ihren eigenen Wunsch wird sie die Stiftung Faro übrigens bei der Geschäftsübernahme und während der ersten Betriebsmonate unterstützen.