Lange holte die Firma Klein AG aus Hornussen das Altpapier und den Karton in Schinznach ab.

Jetzt aber hat der Gemeinderat beschlossen, den seit 2006 bestehenden Vertrag für die Sammlungen aufzulösen.

Eingehalten werden muss eine sechsmonatige Kündigungsfrist. Was ist passiert?

Insbesondere die finanziellen Beiträge der Entsorgungsfirma für das abgelieferte Material hätten nicht mehr den Erwartungen der Gemeinde entsprochen, sagt Vizeammann Peter Zimmermann.

Vier Sammlungen pro Jahr

Durchgeführt werden die Papier- und Kartonsammlungen in den beiden Ortsteilen Oberflachs und Schinznach-Dorf einerseits durch die Dorfvereine – zweimal pro Jahr – sowie andererseits durch die Schule, ebenfalls zweimal pro Jahr.

«Die Vereine können sich vor, während oder nach der Vereinspräsidentenkonferenz, die jeweils Anfang Jahr stattfindet, um die Sammlungen bewerben», erklärt Zimmermann.

«Der Gemeinderat entscheidet aufgrund der Bewerbungen über die Vergabe der Sammlungen.»

Via dem amtlichen Publikationsorgan «Der Schinznacher» wird über die Modalitäten informiert.

«Ausserdem wird auch immer eine Notfallnummer bekannt gegeben, an die sich Einwohner wenden können, wenn die Sammlung nicht erfolgreich war», so der Vizeammann.

Die Aufgabe der Firma Klein AG besteht darin, zum Zeitpunkt der vier Papiersammlungen die Sammelbehälter in den beiden Ortsteilen zur Verfügung zu stellen, das Material zu verwerten und die Gemeinde zu entschädigen.

Keinen Einfluss auf die vorgesehene Neuorganisation hatte übrigens die Fusion der Gemeinden Schinznach-Dorf mit Oberflachs auf Anfang 2014, sagt Zimmermann.

«Das Altpapier des Ortsteils Oberflachs wurde auch schon vor dem Zusammenschluss durch die Firma Klein AG abgeholt.»

Es soll optimiert werden

Ab September dieses Jahres soll die Papier- und Kartonsammlung dem wirtschaftlich günstigsten Anbieter übertragen werden.

In der Zwischenzeit sind bereits neue Offerten eingeholt worden. Die Koordination erfolgt in Zusammenarbeit mit Swiss Recycling, dem Verband von Recyclingfirmen.

«Die Schenkenberggemeinden Auenstein, Schinznach-Bad, Thalheim, Veltheim und Villnachern sowie die Gemeinde Küttigen prüfen derzeit Optimierungsmassnahmen im Entsorgungsbereich», führt Zimmermann aus. Details zu diesem Thema könnten allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.