Ruhig ist es in letzter Zeit gewesen um den «Centurion Tower». Im Hintergrund aber sind die Arbeiten vorangetrieben worden. Geplant ist das 15-geschossige Hochhaus beim Bahnhof und beim Fachhochschul-Campus in Brugg-Windisch.

Die Einspracheverhandlungen sind inzwischen abgeschlossen, die Baubewilligung ist rechtskräftig und liegt vor. Der Verwaltungsrat der Kabelwerke Brugg AG Holding sowie der Brugg Immobilien AG hat kürzlich an seiner Sitzung die Zustimmung erteilt für die weiteren Schritte. Es gehe nun darum, die entsprechenden Verträge mit den beteiligten Partnern fertigzustellen, zu bereinigen, zu unterschreiben und zu beglaubigen, sagt Rolf Henggeler, der für das Projekt verantwortlich zeichnet.

centurion tower

Anders ausgedrückt: «Die Planung ist abgeschlossen, jetzt geht es ans Eingemachte», stellt er mit einem Augenzwinkern fest – und fügt im gleichen Atemzug an, dass die Erfüllung der gesetzlichen Vorgaben und Verordnungen für ein Vorhaben dieser Grössenordnung umfangreich und zeitintensiv sind. Bis alle Dokumente unter Dach und Fach sind, dauere es sicher noch ein paar Wochen. Bis dahin erfolge weder eine Ausschreibung noch würden die Arbeiten vergeben.

Zwei Jahre lang wird gebaut

Henggeler rechnet damit, dass der Bau des «Centurion Tower» im nächsten Jahr beginnen kann. Die Realisierung wird voraussichtlich etwas mehr als zwei Jahre in Anspruch nehmen. Gerechnet wird mit Investitionen von rund 80 Mio. Franken.

Im Erdgeschoss des markanten Hochhauses an zentraler Lage untergebracht werden Hotel und Dienstleistungen mit Restaurant und Empfang. Für den Hotelbereich, so viel ist bereits bekannt, wird eine Partnerschaft eingegangen mit Rolf Kasper von den Aargauhotels. Die 66 Hotelzimmer sind im 1. und 2. Obergeschoss vorgesehen. In den weiteren Obergeschossen eingerichtet werden grössere und kleinere Mietwohnungen mit und ohne Loggias sowie Eigentumswohnungen. In den beiden Untergeschossen befinden sich unter anderem die Auto- und Veloabstellplätze, die Haustechnik sowie die Kellerräume.

Das Vorhaben, das ursprünglich unter dem Titel «Tower» lanciert wurde, hat eine lange Vorgeschichte. Die Brugg Immobilien AG liess einen Studienauftrag durchführen, um eine gute Basis zu erhalten und um die Bedürfnisse der künftigen, verschiedenen Nutzer berücksichtigen zu können. Eine anspruchsvolle und komplexe Aufgabenstellung. Das Rennen machte der Vorschlag des Architekturbüros Schneider & Schneider aus Aarau, der im Juni 2014 präsentiert werden konnte.

Zwei Häuser wurden abgerissen

Im Herbst des gleichen Jahres wurden auf dem 2640 Quadratmeter grossen Areal das alte Cardinal- sowie das Landi-Gebäude abgebrochen. In der Folge machte sich die Kantonsarchäologie ans Werk. Zum Vorschein kamen verschiedene Spuren aus der Römerzeit.

Die Arbeiten am Vorprojekt – mittlerweile unter dem Titel «Centurion Tower» – konnten 2015 abgeschlossen werden. 2016 wurden das Bauprojekt konkret ausgearbeitet und verschiedene Finanzierungsvarianten geprüft. Das Baugesuch lag schliesslich Ende des gleichen Jahres öffentlich auf.