Fröhlich, bunt und ausgelassen soll ein gelungener Fasnachtsumzug sein. Beteiligte und Zuschauer sollen danach glücklich und zufrieden nach Hause gehen. Das ist das oberste Ziel der Verantwortlichen des Fasnachtsumzugs in Brugg, der am Sonntag, 10. März, stattfindet. Damit es ein tolles Fest wird, braucht es so einiges an Vorkehrungen. So wird am Brugger Fasnachtsumzug der Sicherheit viel Aufmerksamkeit zuteil. Damit die Sicherheit gewährleistet ist, müssen sich alle Beteiligten – Umzugsteilnehmer, aber auch Zuschauer – an gewisse Regeln halten. Das will auch das Umzugs-OK mit Thomas Steinhauer als Präsident und Bruno Schuler als Vizepräsident so.

Gestern Vormittag haben die beiden den Medien bekannt gegeben, welche Erwartungen sie an die teilnehmenden Gruppen, aber auch das Publikum haben. So mussten alle Umzugsteilnehmer den Bedingungen des OK zustimmen. Die Veranstalter bevorzugen beispielsweise Gruppen und Wagen, welche die Zuschauer in ihre Aktivitäten einbeziehen und so Bewegung in die Zuschauerreihen bringen. Auch Guggen, die sich bereit zeigten, vor und nach dem Umzug in der Stadt für Stimmung und Unterhaltung zu sorgen, wurden bevorzugt. «Unser Ziel ist es jeweils, 40 Nummern präsentieren zu können», sagt Thomas Steinhauer. Das ist dem OK gelungen. 41 Nummern stehen auf dem Programm.

Eintritt zu bezahlen ist Ehrensache

Wer mit einem Wagen am Umzug teilnimmt, ist angehalten, auf beiden Seiten eine Aufsichtsperson dabeizuhaben, die für die Sicherheit zuständig sind. Hier appelliert das OK an die Eigenverantwortung der Gruppen. Weiter mussten sämtliche Wagengruppen einen Prüfbericht einreichen. Wer dies nicht tat, wurde von den Organisatoren nicht ins Programm aufgenommen. Dieser Prüfbericht wird vom Strassenverkehrsamt abgenommen. Erst wenn das passiert ist, kann die Bewilligung für den Umzug überhaupt ausgestellt werden. Der Prüfbericht beinhaltet auch den Schutz des Publikums.

So müssen die Zugfahrzeuge, sprich Traktoren und Ähnliches, sowie die Anhänger seitwärts, hinten und vorne mit festem Material verkleidet werden. Freie Räder sind nicht erlaubt. Der Raum zwischen Zugwagen und Anhänger muss mit elastischem Material gesichert werden. Weiter werden als Wurfmaterial nur noch handelsübliche Konfetti zugelassen. Andere Materialien wie Papierschnitzel, Federn oder Hobelspäne sind verboten. Zudem darf das Material nicht am Strassenrand oder sonst wo entsorgt werden. Letztes Jahr musste eine Gruppe verwarnt werden, weil sie das ganze Material vom Wagen in die Aare entsorgte. Insgesamt vier Gruppierungen haben sich letztes Jahr nicht korrekt verhalten und erhielten eine entsprechende Rückmeldung. Weiter sind silberne Konfettis oder Kanonen mit Plastik- oder Kunststoffschnitzel nicht mehr erlaubt. Es ist nämlich ein Ärgernis, wenn diese in einem Garten landen. 

Aber auch das Publikum kann zu einem guten Gelingen des Umzugs beitragen: Es ist Ehrensache, dass über 16-Jährige den Eintritt von 8 Franken bezahlen oder sich im Vorfeld eine Plakette besorgen und so die Brugger Fasnacht unterstützen. «Am Umzugstag wohnen jeweils plötzlich sehr viele Leute in der Innenstadt», sagen die Organisatoren. «Oder alle wollen ihr Grosi in der Altstadt besuchen.»

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Spaghetti-Sprays sind verboten

Die Zuschauer sind auch dazu angehalten, die Teilnehmer nicht mit Konfettis zu bewerfen, schon gar nicht mit solchen vom Boden. «Letzes Jahr kam es vor, dass Gruppen gar mit Steinen beworfen wurden», sagt Steinhauer. «Und teilweise wurden Orangen zurückgeworfen», ergänzt Schuler. Ausdrücklich verboten sind die sogenannten Spaghetti-Sprays, welche die Kostüme und die Bausubstanz der Wagen beschädigen können.

Eine Herausforderung für das OK wird die Schönegg-Baustelle. Der Bus wird am 10. März definitiv über Altenburg fahren. Die dort einstehenden Gruppen müssen dafür besorgt sein, dass eine Strassenseite immer frei ist, damit Bus und Blaulichtorganisationen ungehindert durchfahren können.

Beachten alle Fasnächtler die Regeln und ist das Wetter gut, dann steht einem ausgelassenen Brugger Fasnachtsumzug nichts mehr im Wege. Die Organisatoren rechnen mit ungefähr 10'000 bis 15'000 Zuschauern.