Eigenamt
Friedhof mit Urnenplattengrab erweitert – 81 Platten sind verlegt

Am Samstag wurde das Urnenplattengrab auf dem Friedhof Rybetstal eingeweiht. Alle vier Eigenämter Gemeinden – Birr, Birrhard, Lupfig und Scherz – beteiligen sich je mit 50’000 Franken an den Kosten. Zwei weitere Ausbauetappen sind hier noch möglich.

Carolin Frei
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Pfarrer Michael Ziegler und Gemeindeleiterin Dorothee Fischer bei den Fürbitten.

Pfarrer Michael Ziegler und Gemeindeleiterin Dorothee Fischer bei den Fürbitten.

Carolin Frei

Bei seiner Eröffnungsrede blickte Daniel Zimmermann, Präsident des Friedhofverbands Eigenamt, auf die Anfänge des Verbands zurück, der 1971 von den Gemeinden Birr und Lupfig ins Leben gerufen wurde. Später stiessen Birrhard und Scherz dazu, deren Integration an der Wintergemeindeversammlung 2013 beschlossen wurde. Zugleich wurde festgelegt, dass jede der vier Gemeinden sich am Urnengrab mit je 50’000 Franken beteiligt.

Viele Interessierte auf dem Weg zur Einweihungsfeier
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Pfarrer Michael Ziegler und Gemeindeleiterin Dorothee Fischer bei ihren Reden und Fürbitten
Pfarrer Michael Ziegler und Gemeindeleiterin Dorothee Fischer bei ihren Reden beim neuen Urnenplattengrab
Landschaftsarchitektin Petra Schröder und Daniel Zimmermann, Präsident des Friedhofverbands Eigenamt
Gemütliches Beisammensein am Apéro
Die Feldmusik Lupfig umrahmte den Anlass
Gemeindeleiterin Dorothee Fischer und Pfarrer Michael Ziegler bei ihren Reden und Fürbitten
Gemeindeleiterin Dorothee Fischer und Pfarrer Michael Ziegler bei ihren Reden und Fürbitten beim neuen Urnenplattengrab

Viele Interessierte auf dem Weg zur Einweihungsfeier

Carolin Frei

«Bereits 2012 haben wir verschiedene Varianten eines Urnengrabs geprüft», sagt Petra Schröder von der SKK Landschaftsarchitekten AG, die für die Umsetzung verantwortlich zeichneten. Man habe dann davon abgesehen, eine Urnenwand zu stellen, da sich ein Urnengrab mit liegenden Steinplatten besser in die einfache Gestaltungssprache der Friedhofanlage einbetten lasse. In der ersten Etappe wurden 81 Steinplatten verlegt. Zwei weitere Etappen können bei Bedarf realisiert werden, sodass der Platz schlussendlich 251 Platten umfassen könnte. Unter jeder Steinplatte können bis zu zwei Urnen platziert werden, je nach Wunsch der Verstorbenen.

Friedhof zeigt Endlichkeit auf

In ihrer Rede meinte Dorothee Fischer, Gemeindeleiterin der römisch-katholischen Kirchgemeinde Windisch, dass ein Friedhof einem die eigene Endlichkeit aufzeige. Etwas, das wir Menschen in der Regel eher verdrängen würden. Man könne jedoch schneller aus dem Leben gerissen werden, als man denke, wie der aktuelle Flugzeugabsturz zeige. Umso wichtiger sei es, den Tag zu nutzen, um etwa mit einem guten Wort eine Spur zu hinterlassen.

Pfarrer Michael Ziegler von der reformierten Kirchgemeinde Birr betonte unter anderem, dass der Glaube an eine Auferstehung grossen Trost zu spenden vermöge. So wünschte er denn zum Schluss allen eine fröhliche Auferstehung. Danach schritt Dorothee Fischer alle Urnenplatten ab und segnete sie. Zum Abschluss der Einweihungsfeier spielte nochmals die Feldmusik Lupfig auf, bevor sich die Gäste beim Apéro austauschen konnten.

Passt gut in die Waldlichtung

«Die Urnenplatten fallen nicht auf, sind schön in die übrige Friedhofsanlage integriert. Gefällt mir gut», sagt Hanspeter Berchtold aus Birr. «Ich fand auch die Einweihungsfeier sehr schön», ergänzt Erika Baumgartner, ebenfalls aus Birr. Wo man auch nachfragte, das schlichte Urnenplattengrab kommt gut an. Nicht wenige sind zudem froh, dass keine Urnenwand gestellt wurde. Man war sich einig, das dies zum idyllisch in einer Waldlichtung gelegenen Friedhof Rybetstal nicht gepasst hätte.