Sanierung und Erweiterung des Stapferschulhauses hin oder her: Der Freudensteinplatz wird weiterhin als Sportplatz und als Festplatz für die Morgenfeier genutzt. So viel hält der Brugger Stadtrat in seiner Antwort auf die kleine Anfrage von FDP-Einwohnerrat Titus Meier fest. Dieser wollte wissen, welche Auswirkungen die Bauarbeiten haben und weshalb der Freudensteinplatz beim Projekt bewusst ausgeklammert worden ist.

Mit der Erweiterung des Stapferschulhauses werde der Platz an der Südseite zwar geringfügig kleiner, führt der Stadtrat aus. Die Nutzung für die Morgenfeier sei dadurch jedoch nicht beeinträchtigt. «Für die Bankreihen der Schülerinnen und Schüler bleibt genügend Fläche.» Mehr noch: Für die Zuschauer würden sogar bessere Verhältnisse geschaffen. Denn bisher habe auf der Treppe, der Böschung und dem Schulhausvorplatz eher ein Gedränge geherrscht. Der neue Schulhausvorplatz sei «wesentlich grösser, näher am Geschehen und zentraler gelegen». Zusätzlich könnten, fährt der Stadtrat fort, mittels einer temporären Zuschauertribüne die Sichtverhältnisse verbessert werden.

Wo steht noch nicht fest

Einzig 2017 kann die Morgenfeier voraussichtlich nicht auf dem Freudensteinplatz durchgeführt werden. Der Grund: Die Bauarbeiten beginnen – verläuft alles reibungslos – nach dem Jugendfest 2016 und dauern knapp zwei Jahre. Für die vorgesehenen Massnahmen werden ein Teil des Freudensteinplatzes sowie die Umgebung beansprucht. Wo die Morgenfeier 2017 stattfindet, wird laut Stadtrat geprüft. «Zum heutigen Zeitpunkt kann hierüber noch keine Antwort gegeben werden.»

Dass die Erneuerung des Freudensteinplatzes nicht in die Überlegungen einfloss, begründet der Stadtrat mit dem Stand der Planung, die zu wenig weit fortgeschritten war.

Kein wertgebendes Kriterium

Dagegen sei – angesichts der engen Verknüpfung – beschlossen worden, die Vorlagen für die Gesamtsanierung und Erweiterung des Schulhauses Stapfer sowie die Erneuerung des Sportplatzes Hallwyler in einer gemeinsamen Vorlage zusammenzuführen. Für das Vorhaben wurde ein Wettbewerb durchgeführt. Bei der Jurierung wurde das Thema Freudensteinplatz laut Behörde besprochen, nicht aber als wertgebendes Kriterium eingesetzt. «Der Wettbewerbsperimeter war bis und mit Böschung Schulhaus Stapfer definiert, also ohne Freudensteinplatz.»

Zu den Kosten für die Sanierung des Freuensteinplatzes kann, fügt der Stadtrat an, ebenfalls noch keine Aussage gemacht werden. Diese seien auch abhängig «von der notwendigen Eingriffstiefe infolge der Bauarbeiten am Schulhaus Stapfer und dem Projekt Sanierung der Wärmeleitungen des Wärmeverbundes Hallwyler.» Beide Projekte befinden sich derzeit in der Planungsphase.