«Wir bieten etwas an, was es noch nicht gibt», sagt Pastor und Standortleiter ICF Brugg Jan-Micha Schmitter. Die Rede ist vom grossen Saal im ersten Stock des Roten Hauses am Rande der Brugger Altstadt.

Vom Keller in den ersten Stock

Nun wurde der Saal auf Vordermann getrimmt. Der Parkettboden ist poliert, mehrere Stuhlreihen stehen bereit, über der Bühne hängen Scheinwerfer, auf der Bühne stehen Leinwand und Musikanlage sowie ein Schlagzeug bereit. Im hinteren Bereich des Saals laden runde Tische, eine kleine Bar und ein Getränke-Automat zum Verweilen ein. An der Decke hängen neun Kronleuchter und an den Fenstern schwarze Stoffbahnen. Die weisse Wand ist mit warmem, orangefarbenem Licht stimmungsvoll beleuchtet.

Am Sonntag feiert ICF Zürich (siehe Box) um 19 Uhr im Roten Haus Neueröffnung. Erwartet werden gegen 200 Personen. Seit Mai 2012 hatte sich die Freikirche im Gewölbekeller eingemietet. Am wöchentlichen Gottesdienst nahmen jeweils 40 bis 60 Personen teil.

ICF sieht sich nicht als Konkurrent

«Wir hoffen auf gute Kontakte zu anderen Kirchen und den Behörden», sagte Schmitter an der Presseorientierung am Montag. Der Saal soll nicht nur von der Freikirche genutzt werden. ICF ist interessiert, den Raum für Privat- und Vereinsanlässe zu vermieten. «Ich würde mich freuen, wenn in dieses Haus und in diese Stadt wieder Leben kommen würde», so Schmitter weiter. Warum kommt die Freikirche ausgerechnet nach Brugg? Mediensprecher Daniel Linder präzisiert: «Wir arbeiten nachfrageorientiert. Unsere Gäste aus dem Aargau hatten das Bedürfnis, einen Standort in der Nähe zu haben.»

Stadtammann Daniel Moser zeigt sich zufrieden mit dem ICF-Vorhaben: «Wir haben in Brugg ein Manko an solchen Räumen. Es ist schön, dass es den Saal wieder gibt.»

Der 36-jährige Pastor und dreifache Familienvater wird künftig durch den eineinhalbstündigen Gottesdienst führen und predigen. Einmal im Monat gibt es eine Videobotschaft aus Zürich. Dazwischen gibt es viel Musik- und auch Tanzeinlagen. «Ja, unsere Musik wird man im Restaurant hören. Sie beschränkt sich aber auf 45 Minuten pro Woche», räumt Schmitter ein.

Pastor Jan-Micha Schmitter zur ICF-Neuerföffnung in Brugg

Pastor Jan-Micha Schmitter zur ICF-Neuerföffnung in Brugg