Einfach so wollte Reto Wettstein, FDP, am Freitag nicht klein beigeben. In einer Motion hatte er einen kostenfreien Internetzugang für Brugg gefordert.

Wettstein bat den Einwohnerrat darum, die Motion nicht wie vom Stadtrat vorgesehen abzuschreiben und ein Signal als Bildungsstadt auszusenden.

Das öffentliche Interesse sowie der direkte Nutzen seien gross, zeigte er sich überzeugt. Darüber hinaus handle es sich um eine schnelle und günstige Technologie.

Herbert Meier von der CVP war gleicher Ansicht. Es sei zu früh, die Übung abzubrechen. Das finanzielle Risiko für die Stadt sei gering und die Angst vor der Strahlenbelastung unbegründet, legte Meier dar.

«Nicht realisierbar»

Ganz anders tönte es bei Tobias Hungerbühler, SVP. Ein freier Internetzugang stelle kein Bedürfnis dar und sorge nicht für eine Steigerung der Attraktivität.

Stadtammann Daniel Moser betonte, dass Brugg seiner Rolle als Bildungsstadt gerecht werden wolle. Trotzdem sei das Konzept in dieser Form nicht realisierbar. Nicht alle Einwohnerinnen und Einwohner könnten in gleichem Mass vom Angebot profitieren. Überdies soll sich die Stadt, so Moser weiter, nicht in den freien, dynamischen Markt der Internetanbieter einmischen.

Dieser Meinung war schliesslich auch die Mehrheit im Einwohnerrat. Die Motion wurde mit 27 zu 17 Stimmen abgeschrieben.