Villnachern/Brugg
Fotogeschäft Eckert knipst nun zu Hause weiter

Vom Neumarkt ins eigene Haus: Das Ehepaar Judith und Konrad Eckert ist nach der Ladenschliessung in Brugg weiterhin im Geschäft. Daneben wollen sie aber auch nun öfters den Ruhestand geniessen möchten.

Andreas Gregr
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Das Fotogeschäft von Koni Eckert ist jeden zweiten Samstag geöffnet.

Das Fotogeschäft von Koni Eckert ist jeden zweiten Samstag geöffnet.

ZVG

Es ist etwas ruhiger geworden um das Fotogeschäft Eckert, seit die Inhaber Konrad und Judith Eckert auf Ende April dieses Jahres ihren Laden im Brugger Neumarkt 2 aufgegeben haben. Da ein vollständiger Rückzug aus dem Geschäft für das Inhaberehepaar nie zur Option stand, bietet es seine Fotodienste weiterhin an – im eigenen Haus am Büelweg 2 in Villnachern. Laut Koni – so nennen ihn Freunde und Stammkunden – Eckert besteht nämlich noch immer eine rege Nachfrage. Deshalb wolle man der Kundschaft auch weiterhin einen Service offerieren.

Fotogeschäft kaum rentabel

Ausschlaggebend für den Auszug vor rund einem halben Jahr war zum einen die Pensionierung des Fotografen Koni Eckert, des Weiteren ist laut eigenen Aussagen ein kleines Fotogeschäft wirtschaftlich kaum mehr reizvoll: Besonders die zu hohen Mietpreise sind laut Koni Eckert entscheidend gewesen. «Natürlich mussten wir auch noch die Angestelltengehälter bewältigen. So war unser Geschäft nicht mehr allzu rentabel. Da sind wir gegenüber der grossunternehmerischen Konkurrenz schlichtweg chancenlos», stellt Eckert fest.

So zog das Ehepaar mitsamt seinem Fotogeschäft vom Brugger Neumarkt in die eigenen vier Wände nach Villnachern. Nun steht der Profit nicht mehr im Vordergrund. «Es ist vor allem auch immer schön, mit den Kunden, die wir teilweise schon lange kennen, wieder einmal zu sprechen», meint Eckert schmunzelnd.

Das Angebot vom Fotogeschäft hat sich seit dem Auszug derweil nur geringfügig verändert. So müssen die Kunden im hauseigenen Atelier in Villnachern einzig auf Familienfotos verzichten. Diese können stattdessen zu Hause bei der Kundschaft selbst oder auch in freier Natur geschossen werden. Ansonsten sei das Sortiment jedoch dasselbe wie im ehemaligen Laden im Brugger Neumarkt 2. Auch für wichtige Anlässe – wie beispielsweise Hochzeiten, Geburtstage, Firmenveranstaltungen oder Konfirmationen – lässt sich der Fotograf weiterhin buchen.

Die offiziellen Öffnungszeiten des Geschäfts sind allerdings deutlich unregelmässiger als vor dem Auszug in Brugg, da die Eckerts nun des Öfteren den Ruhestand geniessen wollen. Deshalb lassen sich die Termine nicht Monate im Voraus festsetzen. «Wir kündigen die Termine aber jeweils frühzeitig über unsere Homepage an. Wenn nichts dazwischen kommt, steht das Geschäft in der Regel jeden zweiten Samstag offen», versichert Eckert. Nach Absprache mit den Kunden ist es auch an anderen Tagen geöffnet, «zumindest dann, wenn wir zu Hause sind».

Sicher ist derzeit, dass das Atelier übermorgen Samstag, 17. Oktober von 9 bis 12 Uhr seine Pforten wieder öffnet. Kunden, die Bilder für Identitätskarten, Halbtaxabos oder Ausweise (ohne Schweizer Pass) benötigen, können dann bedient werden. Möglich ist auch der Ausdruck von Bildern ab digitalen Dateien.