Pendler, die mit dem Postauto unterwegs sind, kennen das Szenario: Am Morgen zählt jede Sekunde, besonders dann, wenn man den Zug am Brugger Bahnhof erwischen will und sich der Verkehr vor der Casinobrücke staut.

Bei grossem Rückstau haben Postauto-Chauffeure aus Umiken kommend die Möglichkeit, über die alte Aarebrücke und durch die Altstadt den Stau zu umfahren. Das war in den vergangenen Wochen aber nicht immer möglich, weil just in den hektischen Morgenstunden ein graues Fahrzeug der Forstverwaltung die Fahrspur zum Abbiegen blockierte.

Büro im Schwarzen Turm

Der Chef der Regionalpolizei Brugg, Heiner Hossli, sagt dazu: «Der Lenker dieses Fahrzeugs arbeitet bei der Forstverwaltung und hat sein Büro im Schwarzen Turm.» Offenbar wollte er dort nur etwas holen und parkierte das Auto am Brückenkopf, weil er Zeit sparen und nicht durch den morgendlichen Stau in die Altstadt fahren wollte. «Grundsätzlich ist es – abgesehen vom öffentlichen Verkehr und den Velos – nicht erlaubt, über die alte Aarebrücke zu fahren oder darauf zu parkieren. Das weiss auch der Forst-Angestellte.»

Allerdings sei diesem nicht bewusst gewesen, dass er mit seinem Fahrzeug die Durchfahrt der Postautos blockieren könnte. Die Person sei aber einsichtig und werde das Auto nicht mehr am Brückenkopf abstellen, so Heiner Hossli weiter. (CM)