Brugg

Forderung an den Stadtrat: Das Verkehrskonzept im Westquartier soll überarbeitet werden

Das Verkehrskonzept auf der Habsburgerstrasse stört viele.

Das Verkehrskonzept auf der Habsburgerstrasse stört viele.

Wegen der Südwestumfahrung fordern zwei Brugger Einwohnerräte eine Prüfung der Situation.

Die Südwestumfahrung Brugg ist im Bau. Mitte 2022 soll das 46 Millionen Franken teure Projekt fertiggestellt sein. Das wird Auswirkungen auf die Verkehrsströme in der Stadt haben, vor allem auf jene im Westquartier, in Altenburg und beim Zubringer ins Untere Aaretal. Aus diesem Grund haben die Brugger FDP-Einwohnerräte Walter Krenn und Serge Läderach ein Postulat eingereicht. Unterschrieben wurde es von weiteren 26 Einwohnerräten.

Der Stadtrat wird dazu aufgefordert, das bestehende Verkehrskonzept für das gesamte Westquartier wo nötig zu überarbeiten und ohne breit abgestütztes Gesamtkonzept keine punktuellen Änderungen am bestehenden Verkehrsregime vorzunehmen. Es betreffe insbesondere das Gebiet westlich des Eisenbahndamms sowie die Zubringer Zurzacherstrasse, Casinobrücke und Aarauerstrasse im Hinblick auf die nach der Eröffnung der Südwestumfahrung zu erwartenden Verkehrsströme.

Verkehrsregime sei «seit 15 Jahren unbefriedigend»

Die Postulanten schreiben: «Das Verkehrsregime im Westquartier wurde im Einwohnerrat schon mehrmals thematisiert und ist für die Bewohner und das Gewerbe seit nunmehr 15 Jahren unbefriedigend.» Nicht bewährt hätten sich gemäss Krenn und Läderach die «zahlreichen Einzelmassnahmen» an der Bodenackerstrasse, an der Badstrasse und an der Aarauerstrasse im Bereich Steiger wie auch die Einführung des Verkehrskonzepts Habsburgerstrasse mit dem grossflächigen Fahrverbot mit Zubringerregime per Ende des Jahres 2014. «Es ist keine Ruhe eingekehrt», halten sie fest. «Stattdessen wächst die Unzufriedenheit.» Diese nehme mit zahlreichen Übertretungen und Anzeichen von Selbstjustiz und Denunziantentum bizarre Formen an.

Die Postulanten finden, dass die Grundlagen für die Verkehrsführung nicht mehr aktuell sind. Seit dem Abschluss des Kommunalen Gesamtplans Verkehr (KGV) seien im Bereich der Habsburgerstrasse neue Überbauungen dazu gekommen und weitere seien geplant. So zum Beispiel die Überbauung Habsburgerstrasse West und die Umnutzung des Rüetschi-Areals. «Gerade die Eröffnung der Südwestumfahrung dürfte sich auf die Verkehrsführung auswirken», sind Krenn und Läderach überzeugt.

Aus ihrer Sicht sind daher punktuelle Änderungen am aktuellen Verkehrsregime nicht sinnvoll, solange keine Neubeurteilung der Situation und ein überarbeitetes Gesamtkonzept vorliegt, das die Auswirkungen der Südwestumfahrung und die Interessen des gesamten Westquartiers mit Einbezug des Gebiets Altenburg wie auch dem Zubringer aus dem Unteren Aaretal miteinbezieht.

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