Brugg

Flussaufwärts mit Stachel und Ruder

Mit der Chäschüechlifahrt hat der Pontoniersportverein die Saison eröffnet. Das Ziel des traditionellen Saisonauftaktes wardie Eisenbahnbrücke.

«E chli breit», kommandiert Steuermann Sigi Wehrli. Vorne im Bug des Übersetzbootes stemmen sich Hans und Christian Gut gegen die Stachel und stossen das Boot vom Ufer weg. Kurt Schaffner bereitet den Einsatz der Ruder vor. Das Boot kommt vom Ufer weg. Die Stachel werden mit den Rudern vertauscht. Mit kräftigen Schlägen geht es in die Brugger Aareschlucht hinein. Etwas unterhalb der Brücke beim Schwarzen Turm springen Kurt Schaffner und Hans Gut aus dem Boot auf eine Felsplatte, die beim gegenwärtig eher tiefen Wasserstand der Aare trocken liegt, und beginnen mit dem Spannseil das Boot flussaufwärts zu «treideln».

Traditioneller Saisonauftakt

Eine kleine Flotte von Übersetzbooten und ein mit Jungpontonieren bemannter Weidling haben am Sonntagmorgen die Chäschüechlifahrt in Angriff genommen. Ziel des traditionellen Saisonauftaktes des Pontoniersportvereins ist die Eisenbahnbrücke. Als Gäste an Bord befinden sich die Brugger Einwohnerratspräsidentin Silvia Kistler, Stadträtin Dorina Jerosch, Stadtrat Christoph Brun, der Windischer Vizeammann Heinz Wipfli sowie Gemeindeammann Eugen Bless und Gemeinderat Stefan Obrist aus Hausen. Mithilfe von Ruder und Stachel – ohne Motorenkraft – geht es flussaufwärts.

Immer wieder müssen Felsplatten, die weit in die Aare hineinragen, umrundet werden. Dabei gelangt oft das Spannseil zum Einsatz. Sigi Wehrli weiss genau, welcher Felskopf auf welcher Seite passiert werden muss. Er kennt das Revier. «Im Winter rudere und stachle ich oft mit Kollegen die Aareschlucht hinauf. Wenn Eiszapfen an den Felsen hängen und dann die Sonne durchbricht, ist das fantastisch», schwärmt er. An diesem Morgen bleibt die Sonne allerdings hinter der Nebeldecke versteckt. Es ist eher kühl. Dafür entschädigen die Ausblicke auf die Uferlandschaft.

Nach gut einer Stunde angestrengter Arbeit der Wasserfahrer – und einer Wasserfahrerin -- ist das Ziel erreicht. «Es ist gut gegangen», sagt Vereinspräsident Peter Lüscher. Nach einer kurzen Stärkung geht es wieder flussabwärts. In den Schachen. Zu den heissen Chäschüechli, die Irmgard und Ruedi von Arx vorbereitet haben. Der Saisonauftakt ist geglückt. Ein Höhepunkt dieser Saison wird übrigens ein nationales Einzelwettfahren sein, das am 15. und16. Juni in Brugg ausgetragen wird.

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