Brugg
Firmen zahlen Rekordbetrag – Vermögen steigt erneut

Die Rechnung 2017 der Brugger Einwohnergemeinde lässt das Finanzpolster anwachsen. Das Minus aus der betrieblichen Tätigkeit ist geringer ausgefallen als budgetiert. Grund dafür sind unter anderem die deutlich höheren Einnahmen bei den Aktiensteuern.

Claudia Meier
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Im Brugger Stadthaus hat Vizeammann Leo Geissmann mit Finanzverwalter Stefan Huber die Rechnung präsentiert.

Im Brugger Stadthaus hat Vizeammann Leo Geissmann mit Finanzverwalter Stefan Huber die Rechnung präsentiert.

Michael Hunziker

«Wir können einen äusserst erfolgreichen Abschluss vorweisen», sagte Finanzminister und Vizeammann Leo Geissmann (CVP) am Montagmorgen, als er die Medien im Stadthaus Brugg über das Brugger Rechnungsergebnis 2017 orientierte. Die Erfolgsrechnung der Einwohnergemeinde (ohne Spezialfinanzierung) schliesst aus der betrieblichen Tätigkeit mit einem negativen Ergebnis von -3,05 Mio. Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 4,9 Mio. Franken. Grund für die Verbesserung sind laut Geissmann ein deutlicher Mehrertrag bei den Aktiensteuern und die ansonsten strikte Einhaltung des Budgets.

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Fast 5 Mio. besser als budgetiert fiel das Ergebnis aus den Vermögensanlagen in der Höhe von 10,35 Mio. Franken aus, erklärte Finanzverwalter Stefan Huber. Darunter fallen unter anderem Zinsen, Liegenschaftserträge und Beteiligungen. Unter Berücksichtigung der erwähnten Aspekte erzielt die Jahresrechnung 2017 ein positives operatives Ergebnis von 7,3 Mio. Franken. Zählt man im ausserordentlichen Bereich die jährliche Entnahme aus der Aufwertungsreserve und die Bestandsänderung der Wertschwankungsreserve von insgesamt 2,1 Mio. Franken dazu, resultiert ein Gesamtergebnis von 9,42 Mio. Franken.

AZ

Anstieg im Bereich Sozialhilfe

Bei den Steuern schnitten die jeweiligen Steuerarten ziemlich genau im budgetierten Bereich ab. Einzig bei den Gewinn- und Kapitalsteuern der juristischen Personen wurde der Budgetposten von 3,9 Mio. deutlich übertroffen mit 5,7 Mio. Franken. «Dieser Steuerertrag ist ein Rekordergebnis für die Stadt Brugg», betonte Huber. Stark angestiegen sind hingegen die Ausgaben im Bereich Sozialhilfe und Asylwesen. Gegenüber dem Budget sind diese Nettoaufwendungen um fast 1 Mio. Franken höher, was laut Huber hauptsächlich mit der Personenzunahme sowie der längeren Unterstützungsdauer erklärt werden kann.

Im Budget wurde mit Nettoinvestitionsausgaben von 9,79 Mio. Franken gerechnet. Die effektiv getätigten Nettoinvestitionen fielen aber 3,17 Mio. Franken tiefer aus. Dies hat gemäss Leo Geissmann vor allem mit Kostenverschiebungen bei Projekten wie Erneuerung Schöneggstrasse, Schulhaussanierung und -erweiterung Stapfer sowie mit dem Bau der Südwestumfahrung zu tun. «Man muss aber auch erwähnen, dass seit 2011 nicht mehr so viele Nettoinvestitionen getätigt wurden wie 2017», ergänzte Huber.

Insgesamt beträgt das Nettovermögen der Stadt Brugg per Ende 2017 83,8 Mio. Franken. Damit liegt es um rund 4,7 Mio. Franken höher als zum Vorjahreszeitpunkt. Vor acht Jahren lag es bei rund 31,3 Mio. Franken.

Die Spezialfinanzierung Abwasserbeseitigung schliesst mit einem Minus von 275'171 Franken ab. Bei der Abfallbewirtschaftung resultierte ein Gewinn von 55'268 Franken.

Verlust bei Ortsbürgergemeinde

Die Rechnung der Brugger Ortsbürgergemeinde (ohne Waldwirtschaft) schliesst mit einem Verlust von 20'777 Franken ab. Budgetiert war ein Minus von 81'100 Franken. Einnahmen aus neu vereinbarten Dienstbarkeitsverträgen, höhere Zinserträge sowie weniger Kosten für Unterhalts- und Reparaturarbeiten an den Liegenschaften trugen etwa zu diesem besseren Ergebnis bei.

Der Bereich Waldwirtschaft schliesst mit einem Gewinn von 107'014 Franken ab. Der Voranschlag sah ein Plus von 87'200 Franken vor. Positiv auf die Rechnung ausgewirkt haben sich laut Leo Geissmann die tieferen Unterhaltskosten an Waldstrassen und Waldungen. Vom Kanton gingen einmalige Beiträge für mehrjährige Naturschutzprogramme ein. Kommentar rechts

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