Für die Festansprache in Riniken durfte Gemeindeammann Ueli Müller Heinz Huber begrüssen, der extra aus Brüssel angereist ist. Dort vertrat der Brigadier (ausser Dienst) von 2012 bis zu seiner Frühpensionierung Ende 2016 die Interessen der Schweizer Armee bei der Nato und der EU.

In seiner Rede wünschte Huber dem Geburtstagskind Schweiz drei Aspekte: Informationsbeschaffung, Wahrung der Handlungsfreiheit sowie Entschlussfähigkeit.

Präsenz vor Ort ist wichtig

Qualitativ gute Informationen für Aussagen und die Sicherheitspolitik der Schweiz müsse man dort beschaffen, wo diese entstehen, sagte der 62-Jährige. Also vor Ort bei den internationalen Organisationen wie der EU und der Nato. «Und gerade weil wir nicht Mitglied dieser Organisationen sind, ist eine starke Präsenz vor Ort entscheidend», so Huber.

Informationsbeschaffung, eine enge Kooperation und eine klare Vorstellung, was die Rolle der Schweiz in diesem internationalen Umfeld ist, führe zur Handlungsfreiheit in Bezug auf Eigenverwaltung und Eigenbestimmung. Huber betonte: «Wenn du von jemandem ehrliche Antworten und eine konstruktive Zusammenarbeit erreichen möchtest, darfst du diesen Jemanden nicht à priori als deinen Feind betrachten.» Das gelte auch bei Organisationen.

Populistische Politiker

Zur Entschlussfähigkeit auf nationaler Ebene fuhr Huber fort: «Je schneller wir mehrheitsfähige, demokratische und umsetzbare Entschlüsse als Volk für unser Land fällen können, umso flinker ist es möglich, auf die permanent wechselnden internationalen Rahmenbedingungen zu reagieren.» Dabei dürfe man sich nicht von populistischen Politikern leiten lassen. Denn diese Welt warte nicht auf die Schweiz. (CM)

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Im Aargau gab es aber gleich mehrere Ansprachen die es in sich hatten. Bei einigen wurde herzhaft gelacht.