Brugg
Feines Zvieri und schöne Lieder erfreuten die Herzen der Senioren

156 Senioren genossen die ihnen gewidmete, traditionelle Weihnachtsfeier. 120 Schulkinder der Schulhäuser Au und Erle boten ein musikalisches Rahmenprogramm. Dazu gab es Geschichten von Stadtrat Reto Wettstein und Pfarrerin Bettina Badenhorst.

Max Weyermann (Text und Foto)
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Stadtrat Reto Wettstein erzählte eine Geschichte zum Adventschranz
11 Bilder
Mit Blockflöten und Gesang sorgten die Schüler für gute Stimmung
Schülerchor Schulhäuser Au und Erle
Margrit Eichler von der reformierten Kirchenpflege begrüsste die anwesenden Senioren
Ein stattlicher Schülerchor sorgte für das musikalische Rahmenprogramm
Gespanntes Zuhören der Senioren
Die Senioren lauschen den Liedern der Kinder
Ein feines Zvieri gehört an der Seniorenweihnacht dazu
Seniorenweihnacht
Bettina Badenhorst, Pfarrerin Reformierte Kirche Brugg, erzählte eine Geschichte
Die Senioren genossen die Feier

Stadtrat Reto Wettstein erzählte eine Geschichte zum Adventschranz

Aargauer Zeitung

Der traditionsgemäss von der reformierten und der katholischen Kirchgemeinde und der Stadt Brugg durchgeführte Anlass in der Schulanlage Au-Lauffohr erfreute auch dieses Jahr die Herzen der teilnehmenden Mitbürgerinnen und Mitbürger im Alter ab 75 Jahren. Mit ihren vom Publikum mit Freude aufgenommenen Weihnachtsliedern umrahmten die rund 120 Kinder und Jugendlichen des Schülerchors der Schulhäuser Au und Erle unter der Leitung des Lehrerteams auch die diesjährige, bisher 86. Seniorenweihnacht. Die Erst- bis Sechstklässler erhielten denn auch für ihre Darbietungen viel Applaus.

Organisatorin Margrit Eichler von der reformierten Kirchenpflege teilte in ihrer Begrüssung mit, dass an die Stadtbewohner mit Jahrgang 1930 und älter insgesamt 1091 Einladungen versandt worden seien. Anwesend waren mit 156 Senioren genau gleich viele wie im Vorjahr. Die verdiente Ehrbietung wurde den Teilnehmenden mit Alter 90+ erwiesen, wobei Maria Geissmann (geboren 1917) und Willi Steinhauer (1922) spezielle Erwähnung fanden.

Eine Kerze bringt Hoffnung

Stadtrat Reto Wettstein, Ressortvorsteher Soziales, Gesundheit und Alter, überbrachte die Grüsse aus dem Stadthaus und wartete mit einer besinnlichen Geschichte auf. Diese handelt von vier Kerzen im Adventskranz, von denen jene mit Namen Frieden, Glaube und Liebe nicht mehr weiterbrennen mögen und erlöschen. Dann kommt ein Kind in den Raum und möchte, dass diese Kerzen wieder ihr warmes Licht verbreiten. Mit Hilfe der vierten Kerze, die den Namen Hoffnung trägt, kann das Kind dafür sorgen, dass das ganze Kerzen-Quartett neu erstrahlt. Symbolisch für den Sinn dieser Geschichte bat Reto Wettstein sieben Kinder aus dem Schülerchor, an der grossen Kerze vorn beim Rednerpult die Initialzündung für die Teelichter auf den Tischen im Saal zu holen.

Weihnachtsgeschichte von Bettina Badenhorst

Nachdem der katholische Gemeindeleiter Simon Meier letztes Jahr eine Weihnachtsgeschichte erzählt hatte, war diesmal turnusgemäss die reformierte Pfarrerin Bettina Badenhorst an der Reihe. Die Erzählung «Die Muschelschale» zeigte symbolisch auf, dass bei gewissen Dingen nicht der materielle, sondern der ideelle Wert im Vordergrund steht. «Das, was wir im Herzen tragen, bleibt bei uns oder kehrt später wieder zurück», so Bettina Badenhorst. Die Geschichte dreht sich um eine Schale, welche die Grossmutter seinerzeit von ihrem Bräutigam geschenkt erhalten hatte. Sie gibt das geliebte Stück ihrer Enkelin als Belohnung für einen guten Studienabschluss weiter, bereut dies jedoch schon bald. Auf wunderbare Weise kehrt die Schale nach einer Odyssee durch die halbe Verwandtschaft schliesslich wieder als Geschenk zur Grossmutter zurück, weil sich – ausser ihr – niemand für das aus der Mode gekommene Porzellanteil interessiert.

Nach dem gemütlichen Ausklang bei einem feinen Zvieri wurden die Senioren am Ausgang traditionsgemäss mit prächtigen Weihnachtssternen aus dem Berufsbildungszentrum Niederlenz beschenkt. Die Gäste im Alter von über 80 Jahren durften sich auch bei den schmucken Jahreskalendern 2016 bedienen. Die Kollekte war wiederum für den Städtischen Weihnachtsbaum und damit für Festgaben zugunsten von Brugger Kindern und Jugendlichen aus sozial benachteiligten Familien bestimmt.

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