Bezirk Brugg
FDP und Grüne sind die Verlierer im Bezirk Brugg

Bei der Sitzverteilung bleibt im Bezirk Brugg alles beim Alten: Alle Parteien können Ihre Sitze halten. Bei den Anteilen kommt es allerdings zu grossen Verschiebungen. Haare lassen müssen vor allem die FDP und die Grünen.

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Auch wenn der Höhenflug der SVP anhält, auch wenn die SP zulegen kann, auch wenn die CVP und - vor allem - die FDP und die Grünen Verluste hinnehmen müssen: Im Bezirk Brugg bleibt das Parteienspektrum breit. Die 11 Mandate - soviel vorweg - sind auch in Zukunft auf sieben Parteien verteilt.

Richard Plüss ist der Überflieger

Die SVP bleibt die stärkste Kraft. Der Wähleranteil (+0,2 Prozent) liegt zwar mit 32,7 Prozent noch immer deutlich unter den knapp 38 Prozent von 2001. Trotzdem kann die Partei ihre drei Sitze problemlos verteidigen. Überflieger ist Richard Plüss aus Lupfig. Er erreicht mit 4807 Stimmen das mit Abstand beste Resultat im Bezirk. Den Sprung in den Grossen Rat schaffen auch Martin Wernli, Thalheim (bisher, 3876 Stimmen) sowie Hans Peter Schlatter (neu, 3479 Stimmen) aus Riniken. Mit anderen Worten: Nach dem Rücktritt des Rinikers Jörg Hunn ist die Gemeinde also erneut mit einem SVP-Exponenten in Aarau vertreten.

Um 1 Prozent zulegen und ihre beiden Sitze halten kann die SP. Dieter Egli, Windisch, wird mit 2814 Stimmen wieder gewählt, Martin Brügger (neu) aus Brugg erzielt 2039 Stimmen. Neckisches Detail: Brügger war auf der SP-Liste erst an vierter Position aufgeführt. Kurz: Die SP hat sich nach dem Dämpfer 2009 - damals büsste sie 3,57 Prozent ein und galt als klare Verliererin bei den Grossratswahlen - gut erholt und ihren Wähleranteil auf 16,7 Prozent hochgeschraubt.

Ein weiteres Mal Wähleranteile eingebüsst hat die CVP (-0,5 Prozent). Bei einem Wähleranteil von 9 Prozent kann Franz Hollinger, Brugg, seinen Sitz verteidigen. Er erhält 1808 Stimmen.

Mit einem blauen Auge davongekommen sind auch FDP und Grüne, die 2,5 respektive 2,9 Prozent Wähleranteil verlieren. Immerhin: FDP-Mann Titus Meier, Brugg (bisher, 3763 Stimmen) sowie seine Parteikollegin - die einzige Grossrätin im Bezirk notabene - Martina Sigg, Schinznach-Dorf (bisher, 3224 Stimmen) müssen sich bei der Stimmenzahl nur von den besten SVP-Kandidaten geschlagen geben. Alles in allem kommt die FDP auf einen Wähleranteil von 16,9 Prozent.

Grünliberale legen zu

Den Sprung nach Aarau wieder geschafft hat der bisherige Christoph Brun Gehrig, Brugg, von den Grünen (2027 Stimmen) - auch wenn seine Partei unter die magische 10-Prozent-Grenze fällt (Wähleranteil 8,4 Prozent). Leicht eingebüsst hat die EVP (-0,5 Prozent). Mit 1263 Stimmen ist Sämi Richner, Auenstein, gewählt.

Und ebenfalls weiterhin im Kantonsparlament vertreten sind die Grünliberalen. Sie können ihren Wähleranteil um 0,9 Prozent auf 5Prozent steigern. Adriaan Maurits Kerkhoven (bisher), Brugg, erzielt 1146 Stimmen.

Die erstmals kandidierende BDP kommt auf Anhieb auf einen Wähleranteil von 4,3 Prozent. Ein Sitz in Aarau liegt - dieses Mal - allerdings nicht drin. Ebenfalls keine Chance auf einen Sitz haben EDU (Wähleranteil 1,1Prozent) sowie SLB (0,3 Prozent).