Riniken
FDP Riniken fühlt der Bevölkerung in den nächsten Wochen den Puls

Die Gemeinde Riniken ist mit 1500 Einwohnern eher klein. Deshalb kann sie manche Aufgaben nicht mehr selber wahrnehmen. Wie soll es weitergehen? Das will die FDP mittels Umfrage von der Bevölkerung wissen.

Elisabeth Feller
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Die Gemeinde Riniken weist eine überschaubare Grösse auf.

Die Gemeinde Riniken weist eine überschaubare Grösse auf.

Wal

Riniken ist überschaubar und mit seinen Grünflächen attraktiv. Die FDP Riniken weiss: «Ein grosser Teil der Bevölkerung identifiziert sich mit der Gemeinde und nimmt aktiv am Dorfleben teil.» Diese Worte stellt die Partei einer Umfrage voran, die sie in den kommenden Wochen in Riniken durchführen wird. Ziel: Der Bevölkerung den Puls fühlen.

Die FDP Riniken verweist in ihrem Fragebogen auf die vielen Aufgaben, welche die Gemeinde aufgrund ihrer Grösse nicht selber wahrnehmen kann. Also folgert die Partei: Riniken müsse mit anderen Gemeinden zusammenarbeiten (Steueramt, Abwasserreinigung) oder die Dienstleistungen extern einkaufen (Feuerwehr, Polizei, Zivilschutz).

Die Bevölkerung wird jetzt aufgerufen, die Strukturen und Dienstleistungen der Gemeinde mit den Noten 1 bis 6 zu bewerten: Gemeindeverwaltung, Steueramt, Finanzen (Steuerfuss),Schulen, Kinderbetreuung, öffentliche Sicherheit, öffentlicher Verkehr, Strasseninfrastruktur, Wohnraum und allgemeine Lebensqualität.

Weshalb führt die FDP Riniken die Umfrage durch und nicht der Gemeinderat? «Wir waren schneller», sagt FDP-Präsident Meinrad Vetter und fügt hinzu: «Nach der Präsentation unserer Umfrage teilte der Gemeinderat jedoch mit, er werde dieses Jahr ebenfalls eine Umfrage durchführen.» Diese stehe vorab im Zusammenhang mit den Planungsarbeiten für neue Nutzungs- und Zonenplanung. «An der letzten Gemeindeversammlung», so Vetter, «wurde der Gemeinderat kritisiert, dass die Bevölkerung diesbezüglich zu wenig einbezogen werde.»

Finanzieller Druck wächst

Weshalb ist es der FDP Riniken derart wichtig, möglichst vieles über die Zufriedenheit der Riniker zu erfahren? Der Präsident führt einerseits die Veränderungen in den Nachbargemeinden an und erwähnt dabei die Fusionen Umiken/Brugg oder der Bözberggemeinden und andererseits den wachsenden Druck auf die Finanzen von Riniken.

Was heisst das? «An der letzten Gemeindeversammlung beantragte der Gemeinderat mit Hinweis auf die steigende finanzielle Belastung der Gemeinde eine Steuerfusserhöhung um 5 Prozent. Diese hat die Gemeindeversammlung jedoch abgelehnt», erklärt Vetter: «In Riniken werden in den nächsten Jahren einige Sanierungsarbeiten anstehen, etwa Strassen im Neuquartier. Weiter wird der Kostendruck seitens des Kantons nicht kleiner. Schliesslich ist es für Riniken nicht einfach, neue gute Steuerzahler anzuziehen.»

Bis 25. Mai sollen die Umfragebögen bei der FDP angelangt sein. Was passiert danach? Zuerst, so Meinrad Vetter, erfolge eine interne Analyse. «Je nach Ergebnis werden allfällige politische Forderungen und Schritte diskutiert. Die Anregungen werden dem Riniker Gemeinderat selbstverständlich zur Kenntnis gebracht.»