Windisch
FDP macht sich für Fussgängerstreifen auf der Dorfstrasse stark

Geht es nach dem Willen der Windischer FDP-Einwohnerratsfraktion, wird ein Fussgängerstreifen auf der Dorfstrasse wieder hergestellt. Die Partei hat im Einwohnerrat ein Postulat eingereicht.

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Die Beschilderung ist vorhanden, der Fussgängerstreifen nicht. mhu

Die Beschilderung ist vorhanden, der Fussgängerstreifen nicht. mhu

Michael Hunziker

Der wichtige Übergang auf der stark befahrenen Strasse liege auf dem direkten Weg der Kinder vom Kindergarten Wallweg ins Breitequartier, respektive zu den beiden Kinderkrippen im Park Königsfelden, führt die FDP in ihrer Begründung aus. Aus diesem Grund bestehe ein besonderes Vortrittbedürfnis für Fussgänger. Dieses sei vom Gesetzgeber für Schulen und Heime auch so vorgesehen.

Seit den Neunzigerjahren entstehen schweizweit laufend neue Tempo-30-Zonen, so die FDP. In diesen Zonen sei die Signalisation – gestützt auf die Ausführungsbestimmungen – zu vereinfachen und vereinheitlichen.

«Viele Gemeinden nutzen dies, um Zebrastreifen und Stoppstrassen zu entfernen», fährt die FDP fort. «Diese Entwicklung stellt aber schwächere Verkehrsteilnehmer wie Kinder, Behinderte oder ältere Menschen vermehrt vor Probleme, weil oft die in den flankierenden Massnahmen geplanten Strassenverengungen oder Fussgängerinseln von den Gemeinden aus Kostengründen nicht umgesetzt werden.»

Nach der jüngsten Teilsanierung seien die Fussgängerstreifen auf der Höhe Dorfstrasse 8 und 12 nicht mehr angebracht worden. «Die Beschilderung an der Dorfstrasse 12 ist jedoch noch vorhanden, wird aber von den Autofahrern nicht beachtet», hält die FDP fest.

Die Partei spricht von einem Widerspruch, «da die Kindergarten- und Schulkinder immer noch instruiert werden, die Strasse nur bei Fussgängerstreifen zu überqueren. Erfahrungsgemäss zeigt auch die von den Autofahrern in der Tempo-30-Zone erwartete Rücksichtnahme auf schwächere Verkehrsteilnehmer wenig Wirkung». (mhu)