Grosser Wahlsonntag in Brugg und Windisch: In beiden Gemeinden werden die Vertreter des Einwohnerrats gewählt (40 in Windisch, 50 in Brugg). In der Stadt geht es zudem um die Wahl des neuen Oberhaupts.

In Windisch kämpfen 59 Personen von den Parteien SP, FDP, SVP, CVP und EVP um den Einzug ins Gemeindeparlament. Die bisher stärkste Partei mit aktuell 14 Sitzen ist die SP. Sie tritt denn auch mit den meisten Kandidierenden an: 22 stehen auf der Liste. Prekärer sieht die Situation bei der SVP Windisch aus. Im Moment hat sie 9 Sitze, allerdings nur 8 Kandidaten, die sich bewerben. Bereits vor vier Jahren musste die SVP nach den Wahlen nachnominieren. Zudem tritt der langjährige Fraktionspräsident Marco Valetti nicht mehr an.

Mehr Interessenten gibt es in Brugg für ein Amt im Gemeindeparlament. Insgesamt 92 Personen von der FDP, der SVP, der SP, der CVP, der EVP, den Grünen und den Grünliberalen bewerben sich um einen der 50 Sitze. Die bis anhin wählerstärkste Partei ist in Brugg die FDP mit aktuell 13 Sitzen. Sie schickt 22 Personen ins Rennen. Darunter ist auch Titus Meier, der allerdings auch als Stadtammann gewählt werden könnte und entsprechend als Einwohnerrat dann wegfallen würde. Der 36-jährige Grossrat bewirbt sich ebenso wie die 46-jährige Grünen-Politikerin Barbara Horlacher als Oberhaupt der Stadt. Am Sonntag findet der 2. Wahlgang statt, nachdem im 1. Wahlgang keiner der damals noch drei Kandidaten das absolute Mehr schaffte.

Mindestens seit 1958 stellt die FDP den Stadtammann, heisst es seitens der Stadtkanzlei in Brugg. Von 1958 bis 1973 war Eugen Hans Rohr Stadtammann, danach folgten Hans Peter Howald (1973–1989), Rolf Alder (1990–2009) und Daniel Moser (2010-2017). Würde Barbara Horlacher gewählt, wäre sie die erste Frau an der Spitze der Stadt Brugg.