FDP-Gesundheitspolitikerin Martina Sigg ist fassungslos

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Mit 3581 Stimmen erzielte Martina Sigg (FDP), Apothekerin in Schinznach, zwar das sechstbeste Resultat im Bezirk Brugg. Dennoch hat sie die Wiederwahl nicht geschafft und scheidet nach zehn Jahren per Ende 2020 aus dem Kantonsparlament aus. «Ich bin fassungslos», sagt sie am Telefon. Das liege am Doppelten Pukelsheim, dem Sitzverteilungssystem, das seit 2009 angewandt wird und kleinere Parteien bevorzugt.

Im Lauf der Jahre hat sich Sigg in der Gesundheitspolitik viel Wissen erarbeitet und gemerkt, dass sie in der Politik etwas bewirken kann. Deshalb war sie motiviert, ihre Kenntnisse bei der bevorstehenden Gesundheitspolitischen Gesamtplanung sowie beim neuen Spitalgesetz in der Gesundheitskommission einzubringen und die Entscheidungen mitzutragen. Dass ihre politische Karriere bald vorbei ist, schmerzt sie.

Anders tönt es bei der Unternehmerin Doris Iten (SVP) aus Birr. «Ich bin auf dem vierten Listenplatz angetreten und habe das viertbeste SVP-Resultat geholt. Ich konnte meine Position also halten und sehe mich nicht als Verliererin», hält sie fest. Den Wahlausgang nimmt sie sportlich, denn es sei absehbar gewesen, dass die Partei den vor vier Jahren mit viel Glück erzielten vierten Sitz wieder abgeben müsse. (cm)

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