Brugg

FDP-Einwohnerrat Meier fragt nach Einsatz der Stadt für eine Kantonsschule

Die Migrol-Tankstelle beim Bachthalen-Kreisel in Windisch könnte einer neuen Kantonsschule weichen.

Die Migrol-Tankstelle beim Bachthalen-Kreisel in Windisch könnte einer neuen Kantonsschule weichen.

Mit einer kleinen Anfrage erkundigt sich der Brugger Einwohnerrat Titus Meier (FDP) nach dem Einsatz der Stadt für eine Kantonsschule. Es muss dargelegt werden, weshalb der Standort Brugg-Windisch der beste Standort ist.

In welcher Form setzt sich die Stadt Brugg aktuell für eine Kantonsschule Brugg-Windisch am Standort Bachthalen ein? Dieser Frage geht der Brugger FDP-Einwohnerrat Titus Meier nach. Denn es reiche nicht, «wenn nur wir wissen, dass wir den besten Standort haben», ist er der Ansicht. «Entscheidend sind ein überzeugendes Dossier, ein gemeinsames Auftreten von Brugg und Windisch sowie das Schmieden von gemeinde- und bezirksübergreifenden Allianzen.»

Hintergrund der kleinen Anfrage ist das mehrseitige Argumentarium, das die Gemeinde ­Windisch für den neuen Mittelschulstandort Bachthalen hat erarbeiten lassen. Diese Nachricht, dass der Auftrag ohne Beteiligung von Brugg erfolgte, wirft für Meier ein paar Fragen auf.

Sieht der Stadtrat noch Verbesserungspotenzial?

Der FDP-Einwohnerrat er­kundigt sich danach, wer für die Bezahlung aufkam und wie sich der Stadtrat auf politischer Ebene dafür einzusetzen gedenkt, dass eine neue Kantonsschule am Standort Brugg-Windisch realisiert wird.

Auch will Meier wissen, ­inwiefern der Einsatz für eine Kantonsschule Brugg-Windisch im gleichen Masse partnerschaftlich erfolgt, wie sich die Gemeinden seinerzeit gemeinsam für den Fach­hoch­schul-Campus engagiert hatten. Weiter fragt er danach, ob der Stadtrat die bisher getroffenen Massnahmen als ausreichend erachtet oder ob er Handlungsbedarf beziehungsweise Verbesserungspotenzial sieht und ob der Stadtrat bereit ist, sich auch finanziell dafür einzusetzen, dass günstige Voraussetzungen für eine Kantonsschule Brugg-Windisch geschaffen werden, beispielsweise durch Studien, PR-Massnahmen, Landsicherung oder Investitionen.

Wie seinerzeit bei der HTL oder bei der FHNW

Der FDP-Einwohnerrat und -Grossrat erinnert an sein Postulat für eine Kantonsschule im Raum Brugg-Windisch vom Oktober 2018 sowie an den Planungsbericht «Aargauer Mittelschulen: Entwicklungsstrategie 2045», dem der Grosse Rat im September 2019 zugestimmt hat. Für Meier muss nun dargelegt werden, «weshalb es am Standort Brugg-Windisch eine neue Kantonsschule braucht und weshalb dies der beste Standort ist». Die beiden Gemeinden hätten sich in den 1960er-Jahren gemeinsam für die HTL Brugg- Windisch eingesetzt, in den 2000er-Jahren gemeinsam für die Fachhochschule (FHNW) Brugg-Windisch. Beide Gemeinden sollten sich jetzt, so Meier, auch gemeinsam für eine Kantonsschule Brugg-Windisch engagieren.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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