Hausen

Fasnacht wegen Corona-Virus abgesagt: Metzgerei blieb fast auf Tausenden Würsten sitzen – doch es kam anders

Nach Fasnachts-Absage: Solidaritäts-Käufe bei Metzgerei in Brugg

Der TeleM1-Beitrag im Video: Auf Tausenden Würsten drohte die Metzgerei Lüthi nach dem Fasnachtsverbot sitzen zu bleiben. Doch ein Hilferuf auf Facebook zeigte nun grosse Wirkung.

Trotz abgesagtem Fasnachtsumzug in Brugg: Die Metzgerei Lüthi in Hausen bleibt nicht auf den vorbestellten Würsten sitzen.

Das Corona-Virus hat den Fasnächtlern einen dicken Strich durch die Rechnung gemacht. Weil der Bundesrat Grossveranstaltungen mit mehr als 1000 Personen verboten hat, mussten in Brugg und Windisch die Fasnachtsaktivitäten kurzfristig gestrichen werden – auch der grosse Umzug vom Sonntagnachmittag. 

Hart getroffen hat die Anordnung des Bundes sowohl die Wagengruppen und Guggenmusiken als auch die Essenstandbetreiber, die viel Zeit und Geld in die Vorbereitungen investiert haben. Letztere hatten ebenfalls die Ware vorbestellt.

Fasnächtler und Nicht-Fasnächtler kaufen ein

In der Metzgerei Lüthi in Hausen lagen die Würste fixfertig verpackt bereit, als die Absage kam. Kurzerhand wurde deshalb eine Fasnachtsaktion lanciert. Sascha Schär, der seit Jahren einen Essensstand betreibt an der Brugger Fasnacht und mit der Metzgerei Lüthi zusammenarbeitet, rief auf Facebook dazu auf, «am Wochenende den Grill anzuschmeissen und kräftig Würste einzukaufen».

Tatsächlich: Am Samstag herrschte ein reges Kommen und Gehen im Ladenlokal der Metzgerei Lüthi an der Holzgasse. Sowohl Fasnächtler als auch Nicht-Fasnächtler deckten sich mit Würsten ein – und verhinderten, dass der Familienbetrieb auf der vorbestellten Ware sitzenbleibt. Es sei eine gute Aktion unter speziellen Umständen, die Würste müssten weg, sagte ein Kunde gegenüber dem Fernsehsender Tele M1.

Am Schluss hiess es «Restlos ausverkauft»

Sascha Schär freute sich, dass der Aufruf auf Facebook funktioniert hat. Auch Juniorchef Edi Lüthi äusserte sich zufrieden: «Wir schätzen es sehr, dass die Leute so solidarisch sind», sagte er gegenüber Tele M1.

Bis am Samstagmittag konnten 1500 Bratwürste sowie Hunderte Cervelats unter die Leute gebracht werden. «Restlos ausverkauft», konnte der Betrieb schliesslich melden auf dem Schild vor dem Laden. (mhu)

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