Unterwindisch

Faro-Geschäftsführerin zur Eröffnung der Boulderhalle: «Klettern macht gleich»

Die SAC-Sektion Brugg eröffnet ihre Boulder- und Kletterhalle Blockchäfer in Unterwindisch.

Sie haben zwei Jahre lang unermüdlich daran gearbeitet. Nun ist es so weit. Die SAC-Sektion Brugg nimmt ihre neue Boulder- und Kletterhalle Blockchäfer in Betrieb und feiert dies mit den Sponsoren, dem SAC-Vorstand und den Verantwortlichen des Baus. Die Halle im Wohnzentrum Spitzmatt der Stiftung Faro in Unterwindisch ist seit 1. September geöffnet und wird täglich bereits von rund 25 Kletterbegeisterten genutzt.

Kletterrouten-Chef Benjamin Voit führt Gäste durch die mit dicken Matten ausgelegte Halle. An den 4,20 Meter hohen Boulderwänden befinden sich unzählige Griffe in unterschiedlichen Formen und Farben. 14 Seile hängen an acht Meter hohen Wänden und bieten Kletterbegeisterten sportliche Herausforderungen. Michael Frei zieht sich seine Kletterschuhe an und zeigt den Besuchern, wie es geht. Auch Voit besteigt eine Wand und hangelt sich gewagt von Griff zu Griff.

Nicht an Griffen, sondern durchs Treppenhauses kommen die Gäste im ersten Stock des Wohnzentrums zusammen, wo sie sich in einem Zeitrafferfilm ein Bild davon machen können, wie die Halle erbaut wurde. Heinz Frei, Co-Projektleiter der neuen SAC-Attraktion, begrüsst die Anwesenden und bedankt sich bei allen ehrenamtlichen Mitgestaltern und «Mitchrampfern», den zahlreichen Sponsoren und bei der Stiftung Faro, die ihnen die Halle vermietet.

Einweihung der Kletterhalle des SAC Sektion Brugg

Wie nun aus einer alten Turnhalle ein modernes Kletterzentrum wurde, beschreibt Alois Wyss, Präsident SAC Sektion Brugg, mit den Worten von Antoine de Saint-Exupéry: «Wenn du ein Schiff bauen willst, dann trommle nicht Männer zusammen, um Holz zu beschaffen und Arbeiten einzuteilen, sondern lehre die Männer die Sehnsucht nach dem weiten, endlosen Meer.»

Die Sehnsucht der SAC-Sektion Brugg nach dieser Halle war offensichtlich gross. Sie knüpften Kontakte, suchten Geldgeber, verhandelten mit Firmen und schraubten und bauten ohne Unterlass. Roland Jakob, Obmann der Kommission Blockchäfer, bezeichnet das Projekt als handfeste Vision, die Biss brauchte und Vertrauen darauf, dass es gelingt. Jakob konnte sich auf die mehr als 20 ehrenamtlichen Helfer verlassen, die auch in Zukunft um die Halle besorgt sein werden.

Die Geschäftsführerin der Stiftung Faro, Rosey Schär, sagt, dass sie und Dani Hohler, ehemaliger Co-Geschäftsführer der Stiftung, der Kletterhalle des SAC Brugg von Beginn positiv gegenübergestanden haben. Schär: «Das ist eine zusätzliche Chance zu Kooperation und Integration im Wohnquartier.» Und ergänzt: «Klettern macht gleich.» Denn das Kletterangebot ist auch für Familien und Menschen mit Beeinträchtigungen geeignet.

Wegen Corona können die Bewohner des Wohnzentrums die Halle noch nicht nutzen. Von Anfang an haben sie aber mit Interesse durch die Fenster hindurch den Bau beobachtet.

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