Brugg

«Es wird ein intensives und wichtiges Jahr»

Stadtammann Daniel Moser glaubt nicht an «gebratene Tauben». Foto: ADR

Stadtammann Daniel Moser glaubt nicht an «gebratene Tauben». Foto: ADR

Stadtammann Daniel Moser ist mit klaren Worten ins Jahr 2011 gestartet: «Die gebratenen Tauben fliegen uns nicht in den Mund. Wir müssen uns für unsere Sache mit aller positiven Kraft und Hartnäckigkeit einsetzen.»

Der grosse Raum im Salzhaus, wohin der Stadtrat und die Kulturgesellschaft des Bezirks Brugg die Bevölkerung zum Neujahrsempfang geladen hatte, war für die erfreulich vielen am Sonntag ins Salzhaus gekommenen Leute viel zu klein für ein gemütliches Zuprosten auf das Jahr 2011. Doch das nur als Randbemerkung. Eine Wucht und Freude pur waren die Lieder, mit denen der 2004 entstandene Unity Gospelchor Umiken unter Leitung von Verena Eckert das neue Jahr «auf die Reise schickte».

Olympiawürdig die Ansprache von Stadtammann Daniel Moser, der im Klartext darauf hinwies, dass 2011 für die ganze Region Brugg – von wegweisend im Sinne des Bildungsstandorts bis sportlich mit dem kantonalen Turnfest – ein arbeitsintensives und wichtiges Jahr sein wird. «Die gebratenen Tauben fliegen uns nicht in den Mund. Wir müssen uns für unsere Sache mit aller positiven Kraft und Hartnäckigkeit einsetzen», resultierte Stadtammann Moser.

Brugg habe letztes Jahr das städtische Dach vergrössert und sei daran, die Verbindungen mit den Partnergemeinden auszubauen und wo nötig schwache Balken zu verstärken oder zu ersetzen und das Ganze mit neuen, massiven und farbigen Ziegeln zu decken, welche signalisieren, dass hier ein starkes Dach vorhanden ist, sagte Daniel Moser. Und im Klartext; «Dieses Dach ist so gross konzipiert und ausgedacht, dass darunter neben der Region sogar ein ganzer Campus einer Fachhochschule und noch vieles mehr Platz hat – und Platz haben wird.»

Applaus für den Stadtammann

Moser sagte weiter, dass man leider in Sachen Campus versuche, die Region Brugg von Westen her zu torpedieren: «Dagegen müssen wir uns wehren und auf die Fakten, welche ja schon lange auf dem Tisch liegen, klar und deutlich aufmerksam machen.»

In einem fünf Fragen umfassenden Testquiz lotete der Stadtammann beim Publikum die Stimmung aus – und erntete noch und noch Applaus. So zum Beispiel, als er hinter dem Fragezeichen, ob ein für den Kanton, die FHNW und die Region wichtiges Projekt weiter verzögert und verteuert werden soll, kurz und bündig «Nein, sicher nicht!» in die Runde rief.

Er sei sich bewusst, dass es noch viele andere wichtige Themen gebe, welche die Stadt Brugg angehen müsse und angehen werde, sagte Moser. Der in aller Munde stehende Campusfinanzierungsentscheid aber sei ein Jahrhundertentscheid und im Moment für die Region Brugg matchentscheidend, erläuterte der Stadtammann den Kernpunkt seiner Neujahrsansprache. «Spezielle Situationen verlangen spezielle Verhaltensweisen, Einsatz, Entscheidungen und Mut zu nötigen Massnahmen.»

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