Brugg

Es ist sonnenklar an der Morgenfeier: Alle sind gut im Simmengut

Verena Rohrer bittet die Kinder nach vorne. «Wir stehen gemeinsam da», heisst es am Schluss.Severin Bigler

Verena Rohrer bittet die Kinder nach vorne. «Wir stehen gemeinsam da», heisst es am Schluss.Severin Bigler

Die Premiere ist geglückt. Etwas enger ist es zwar gewesen, aber genauso schön wie immer.

Die Brugger Morgenfeier hat – ausnahmsweise – im lauschigen Simmengutpark stattgefunden und nicht im Freudenstein wegen der dort laufenden Bauarbeiten. Keine Premiere erlebte indes die Jugendfestrednerin Verena Rohrer, Marketingfachfrau und Leiterin der Geschäftsstelle Brugg Regio. Sie unternahm bereits den zweiten Anlauf. Im letzten Jahr musste der Traditionsanlass wegen eines heftigen Platzregens abgebrochen werden. Diesmal habe die Jugendfestrednerin das richtige Wetter mitgebracht, sagte der bestens gelaunte Stadtammann Daniel Moser. Er wünschte allen ein wunderschönes und unvergessliches Jugendfest.

Da stehe sie wieder und freue sich, den tollsten Brugger Tag zusammen mit den Schülerinnen und Schülern erleben zu dürfen, sagte die strahlende Verena Rohrer. Ihre Jugendfestrede stellte sie, passend zur Umgebung, unter den Titel «Simmer guet im Simmengut».

Das «Gut sein» sei nicht klar geregelt, sei eine persönliche Ansicht, hielt sie fest. «Es ist wichtig, dass man ehrlich zu sich selber ist um herauszufinden, was einem und seiner Umgebung wirklich guttut – und wenn man das herausgefunden hat, sich darauf konzentriert.» Gleichzeitig aber, betonte die Jugendfestrednerin, soll auch das aktiv gepflegt werden, was man nur halb so gut kann. Dann komme man weiter. Die Schulzeit biete ganz tolle Chancen, Neues kennenzulernen, hob sie hervor.

Böllerschuss weckt Brugger

Um 6 Uhr fiel auf dem Hexenplatz in Brugg der Startschuss für den «Ruetezug» des Jugendfests Brugg. Er gilt als Höhepunkt der «Büscheliwoche».

Verena Rohrer bat in der Folge einige Schülerinnen und Schüler zu sich nach vorne ans Rednerpult, drückte jedem ein Schild mit einem riesigen Buchstaben darauf in die Hand. Sortiert, entstand der Schriftzug «Wir stehen einsam da.» Bis die Kinder mit den fehlenden drei Buchstaben kamen und es dann hiess: «Wir stehen gemeinsam da.»

Die Jugendfestrednerin ermunterte die Schülerinnen und Schüler, die ganze Jugendfestgemeinde, mutig zu sein und aktiv zu werden. «Denkt daran: Ihr alleine und auch zusammen könnt in einer Situation etwas verändern.» Zufriedenheit und Freude, fügte sie an, sei etwas vom wenigen, das sich vergrössere, wenn man es teile.

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