Projektleiterin Verena Rohrer zieht eine positive Bilanz des zweiten slowUp Brugg Regio. Bis zu 25’000 Velofahrer und Inlineskater fuhren am Sonntag auf 32 autofreien Kilometern in und um Brugg.

Die Route führte auf abgesperrten Strassen durch zahlreiche Nachbarorte wie Mülligen, Windisch und Riniken. Am Strassenrand standen viele Verpflegungsstände zur Stärkung der Teilnehmenden bereit.

Die Strecke wurde im Vergleich zum Vorjahr variiert und leicht erweitert. Neu führte die slowUp-Tour quer durch die historische Altstadt von Brugg und wurde mit einer Schlaufe Richtung Villnachern erweitert. Somit konnte die enge Steigung beim Rinikersteig umgangen werden. Weiter betont die Projektleiterin, dass so die Sicherheit der Teilnehmer verbessert wurde.

Im Jahr 2013 nahmen 15’000 slowUp-Begeisterte teil. Dieses Jahr konnte die Teilnehmerzahl auf bis zu 25’000 Mitfahrende gesteigert werden. «Bei dieser Anzahl Teilnehmenden wäre der slowUp mit der ursprünglichen Streckenführung vermutlich nicht so gut über die Bühne gegangen», begründet die Projektleiterin die Streckenveränderung. Weiter sagt sie: «Das Ziel von slowUp ist es, den Teilnehmenden möglichst breite und autofreie Strassen zu bieten, die sonst so nicht befahrbar wären.» Die Reaktionen auf die Variation der Route seien seitens der Teilnehmer und der Sicherheitskräfte positiv ausgefallen.

Mehr Teilnehmer, weniger Verletzte

Rohrer erklärt sich die gesteigerte Besucherzahl einerseits durch Mundpropagandaund andererseits durch das vielseitige Rahmenprogramm, das Publikum und Teilnehmer jeden Alters anlockte. Radio SRF1 hat Brugg zum Startort seiner Sommeraktion «Querfeldeins» erkoren und berichtete mit bekannten Moderatoren live aus dem Startraum. Der ereignisreiche Tag wurde mit einem Konzert der azTon im Start-und-Ziel-Gelände Geissenschachen beendet.

«Trotz gesteigerter Teilnehmerzahl, gab es keine schwerwiegenden Unfälle», fasst Rohrer zusammen und ergänzt, dass von fünf Gestürzten zwei zur Abklärung ins Krankenhaus gebracht werden mussten.

Laut der Projektleiterin brachte die Anwohnerschaft den Veranstaltern viel Toleranz entgegen. Im Gegenzug bemühten sich die Organisatoren, die Anwohner frühzeitig über Verkehrseinschränkungen zu informieren und individuelle Lösungen für Betroffene zu erarbeiten, die während des Events nicht auf ihr Auto verzichten konnten.

Das persönliche Highlight von Rohrer war es, ein Event mit der Unterstützung von unzähligen Helfern durchzuführen und vielen Leuten einen supertollen slow-Up-Sonntag zu ermöglichen.

Ob ein slowUp 2015 stattfindet, kann Verena Rohrer noch nicht definitiv sagen. Jedoch betont sie, dass die Region Brugg diesen Event gerne wieder organisieren wird und bereits auf die Zustimmung der Polizei für die Kantonsstrassennutzung zählen kann.