In den nächsten Monaten wird das Wohn- und Geschäftshaus an der Hauptstrasse 66 – gegenüber dem bekannten Brugger Wahrzeichen, dem Schwarzen Turm – saniert.

Architekt Peter Schmidlin vom einheimischen Büro Herrigel Schmidlin GmbH spricht von einem markanten Eckhaus, einem prägnanten Abschluss der Häuserzeile. Ziel sei es, so der Architekt, den Charakter des Gebäudes aus den Zwanzigerjahren möglichst zu erhalten. Aussen werden das Dach und die Fassaden renoviert. Vorgesehen ist ein Anstrich, der gut zur Altstadt passt. Die Kunst- und Natursteine werden instand gestellt, die Fenster erneuert.

Im Innern gilt das Augenmerk laut Schmidlin vor allem den Wohnungen im 1. und 2. Stock. Bei den Grundrissen bestehe kein Handlungsbedarf, diese seien zeitlos. Auch seien teilweise hochwertige Materialien vorhanden. Auf den neusten Stand gebracht werden die Bäder und Küchen, die sanitären und elektrischen Installationen. Verläuft alles nach Plan, können die Arbeiten bis Frühling 2014 abgeschlossen werden. Gerechnet wird mit Kosten von rund 700'000 Franken.

Spontane Unterstützung

Es handelt sich um die erste Liegenschaft, die von der Genossenschaft Altstadt Brugg erworben wurde. Jürg Dietiker vom Vorstand äusserte sich an einer Medienorientierung beeindruckt von der grossen und spontanen Unterstützung von Altstadtbewohnern und Gewerbetreibenden sowie der Stadt Brugg und des Bundes.

Innert kürzester Zeit hätten die intensiven Abklärungen und Verhandlungen zu einem guten Abschluss gebracht werden können und die nötigen Mittel seien zur Verfügung gestanden.

Kein konkretes Projekt, aber ...

Diesen Ausführungen pflichtete Präsident Max Kuhn bei. Er erwähnte, dass die Sanierungsarbeiten vor allem von hiesigen Unternehmen ausgeführt werden.

Mit der ersten Sanierung gelte es, so Präsident Kuhn weiter, Erfahrungen zu sammeln und für die Zukunft die Voraussetzungen zu schaffen, um weitere Liegenschaften in der Altstadt zu übernehmen und einer adäquaten Nutzung zuzuführen. Derzeit liege zwar kein konkretes Projekt vor, aber: «Wir sind offen für Ideen und Offerten», sagte Kuhn.