Brugg
Erster Martini-Treff im Campussaal: Der Schwingerkönig Matthias Glarner war dabei

Der Campussaal Brugg-Windisch bewährt sich für den Martini-Treff.

Michael Hunziker
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Gefragt sind – vor allem – Leidenschaft, dazu harte Arbeit und den Willen, immer besser zu werden. Nicht fehlen dürfen ein intaktes Umfeld mit den richtigen Bezugspersonen. «Spitze! Wege zum Erfolg: Wie man das Beste aus sich herausholt», lautete der Titel des Martini-Treffs, der erstmals im Campussaal Brugg-Windisch stattfand. In der hochkarätigen Runde begrüsst wurden am Donnerstagabend: Matthias Glarner, Schwingerkönig; Meta Hiltebrand, Köchin und Gastrounternehmerin; Sebastian Bohren, Violinist. Auf die frischen – und frechen Fragen – von Moderator David Kaufmann wussten alle bestens gelaunt zu reagieren mit direkten und knackigen, witzigen und schlagfertigen Antworten. Zur grossen Freude der anwesenden Unternehmer und Politiker.

Umfrage: Wie finden Sie es, dass der Martini-Treff erstmals im Campussaal in Brugg-Windisch stattfindet?

Brigitte Brüschweiler, Goldschmiedin, Brugg «Ich bin öV-Fahrerin und musste früher immer schauen, wie ich von Villigen nach Hause komme. Dieses Problem habe ich nun nicht mehr. Auch sonst ist der Campussaal passend.»
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Peter Trachsel, Trafinanz, Hausen «Die Trotte war heimelig und familiär, aber es ist richtig, dass der Martini-Treff jetzt im Campussaal stattfindet. Es ist hervorragend zum Parkieren, der öffentliche Verkehr ist nahe und die Technik toll.»
Angelika und Fabian Meier, Holz-Design Schreinerei Meier AG, Würenlingen «Für uns geht der Campussaal absolut in Ordnung. Die Trotte in Villigen war auch schön, hatte aber zu wenig Platz. Hier passt es gut von der Grösse her.»
Eva und Boris Beck, Beck Marketing, Mönthal «Der Campussaal bietet viel mehr Möglichkeiten beispielsweise bei der Technik, auch für das Rahmenprogramm. Dieses war heute sensationell und abwechslungsreich.»
Sabine und Jürg Siegenthaler, Siegenthaler AG, Stilli «Das Ambiente in der Trotte in Villigen war einmalig, aber es wurde halt eng und teilweise musste Leuten abgesagt werden. Das ist jetzt anders. Und auch die Anreise gestaltet sich einfacher.»

Brigitte Brüschweiler, Goldschmiedin, Brugg «Ich bin öV-Fahrerin und musste früher immer schauen, wie ich von Villigen nach Hause komme. Dieses Problem habe ich nun nicht mehr. Auch sonst ist der Campussaal passend.»

Janine Müller

Er habe als Kind vieles gerne gemacht, aber nichts wirklich gut, erzählte Schwingerkönig Matthias Glarner. Der Berufswunsch, Kampfpilot zu werden, sei bei einer Körpergrösse von 186 Zentimetern und einem Gewicht von über 100 Kilogramm schnell vom Tisch gewesen. Der Entscheid fürs Schwingen sei richtig gewesen, stellte er fest, auch wenn er unter den Fussballern in seiner Familie das schwarze Schaf sei. Schwingerkönig zu werden sei eine Vision gewesen, sein Weg als Schwinger sei aber noch nicht zu Ende, betonte Glarner, und nannte das Brünigschwinget, das er gewinnen möchte.

Sie habe immer in irgendeinem Bereich mega gut sein wollen, sagte auch Meta Hiltebrand. Die Köchin und Gastrounternehmerin machte keinen Hehl daraus, dass sie eine extrem schlechte Schülerin war. Mit Buchstaben könne sie es nicht so. Sterne und Punkte interessieren sie übrigens aber nicht, fügte sie an. «Ich will machen, was ich will und bleiben, wer ich bin.»

Der in Brugg aufgewachsene Violinist Sebastian Bohren hatte sein wertvolles, über 1 Million Franken teures Instrument dabei, eine Geige von Giovanni Battista Guadagnini. Ohne kompetitives Denken und Disziplin gehe es zwar nicht, sagte Bohren zum Stichwort Spitzenleistung. Wichtiger aber sei, erfinderisch und innovativ zu bleiben, sich intelligent zu verhalten und sich eine Strategie festzulegen.

Bernhard Scholl, Vizepräsident des Grossen Rats, wies in seinem Grusswort darauf hin, dass es für Spitzenleistungen im Beruf hoch motivierte Leute und gut ausgebildete Fachkräfte brauche. Solche aber, gab er zu bedenken, seien Mangelware im Aargau. Dieser Trend werde sich noch verstärken. Hier seien alle gefordert.

Paul Stalder, Leiter KMU Region Brugg, freute sich am neunten Martini-Treff über den neuen Standort, sprach von einem herrlichen Gefühl in einem wunderbaren, modernen Saal. Am früheren Ort, in der Trotte in Villigen, sei der Platz schlicht zu knapp geworden. «Wir fühlen uns sicher wohl hier.» Was die Anwesenden, zeigte sich am Schluss, bestätigen konnten. Für zusätzliche Unterhaltung sorgten die Band Dinner 4/5 sowie Stimmartist Martin O., der zu guter Letzt einen genauso witzigen wie raffinierten «Martini-Treff 2017»-Song zum Besten gab.