In diesem Frühling sollte ursprünglich die Premiere des Spielfilms «BurnOut» sein. Ein Film, der von Bezirksschülern der Schule Windisch in Zusammenarbeit mit Filmprofis entstanden ist. Nun aber muss die Premiere auf den September verschoben werden, weil Matthew Wildhaber, einer der beiden Hauptdarsteller, dieses Semester in Taiwan weilt.

«Wir wollten die Premiere nicht ohne ihn machen, und ihn dafür einzufliegen schien dann doch etwas übertrieben», sagt Lehrerin und Regisseurin Michèle Bachmann. «Jetzt sind wir auch gar nicht unglücklich, dass wir noch etwas mehr Zeit haben für die Postproduktion.» Zwar wäre es auch möglich gewesen, den Film bis im Frühling fertigzustellen, «aber so ist die Arbeit doch etwas besser verteilt», meint Bachmann.

Knapp zwei Stunden langer Film

Der Film ist mehr oder weniger fertig geschnitten. Knapp zwei Stunden lang ist er geworden, etwas länger als ursprünglich geplant. «Im Moment sind vor allem der Komponist und der Sound-Ingenieur aktiv, und auch das Colour Grading läuft auf Hochtouren», sagt Bachmann. «Danach fehlt noch die Untertitelung.»

Diese ist notwendig, da der Film mehrsprachig ist. Eine erste Zwischenversion haben die Schüler bei einem privaten Screening bereits gesehen. Gemäss Bachmann stehen aber noch viele weitere kleinere Arbeiten an. So zum Beispiel das Erstellen des Trailers, das Überarbeiten der Poster oder auch der Abspann, der geschrieben und kontrolliert werden muss.

Gratisarbeit für Postproduktion

Einigermassen gut sieht auch die Finanzierung des Projekts aus. «Wir haben über das Crowdfunding und Spenden zirka 35 000 Franken zusammenbekommen», sagt Michèle Bachmann. «Das reichte für die Produktion.» In der Postproduktion allerdings arbeiten zurzeit alle gratis. «Im Moment fehlt auch noch das Geld für die Verteilung des Films», ergänzt Bachmann.

Sie hat das Projekt initiiert und durchgeführt. Michèle Bachmann unterrichtet an der Bez Windisch Deutsch sowie das Freifach Theater und Film. Im Sommer wurde der Film abgedreht. In den Monaten zuvor haben sich die Schülerinnen und Schüler in Workshops Wissen rund ums Filmen angeeignet – seien es Kameraführung, Requisite, Maske, Schauspiel oder Technik.