Die aarReha mit Sitz in Schinznach-Bad kommt aus dem Feiern nicht heraus: Vor gut einem Jahr wurde eine Klinik in Zofingen eröffnet. Am Donnerstagabend knallten wieder die Champagnerkorken: Im Campus Brugg-Windisch betreibt die aarReha ab Montag ein Ambulatorium. Nach vier Monaten Bauzeit präsentierte Klinikdirektor Beat Schläfli die Räumlichkeiten.

Heidi Ammon, Gemeindepräsidentin Windisch, überbrachte eine Grussbotschaft vom Gemeinderat. «Mit dem Einzug der aarReha sind die Räumlichkeiten des Campus nun gut besetzt. Das freut uns», sagte sie. «Als Zentrumsgemeinde ist es uns wichtig, dass Gesundheitsangebote in der Nähe sind.» Im Campus bereits untergebracht ist nebst einem Zahnarztzentrum auch eine Physiotherapeutin.

Grösseres medizinisches Angebot im Campus

Das medizinische Angebot im Campus wird nun mit dem Ambulatorium grösser: ärztliche Sprechstunden für Orthopädie und Komplementärmedizin; Physio- und Ergotherapie; Massagen; Psychotherapie mit Fokus auf körperliche Erkrankungen/Schmerzen, Ängste, Depressionen und Burnout; medizinische Trainingstherapie und Personaltraining; ambulante Rehabilitation sowie Homöopathie und Kurse. Das Ambulatorium ist aber nicht als Fitnesscenter geeignet. Einzelbetreuungen im sportmedizinischen Bereich können aber in Anspruch genommen werden.

Durch den zentralen und verkehrstechnisch gut gelegenen Standort rücke die aarReha näher an den Wohn- und Arbeitsort der Patienten. «Wir suchen so die Nähe zu unserer Kundschaft», sagte Klinikleiter Beat Schläfli in seiner Eröffnungsrede.

Geleitet wird das Ambulatorium von Reinhold Köck, Facharzt FMH Orthopädische Chirurgie und Traumatologie sowie Florian Hofmann, diplomierter Physiotherapeut.
Windisch hat eine lange Medizin-Geschichte

Lazarett im Legionslager Vindonissa

Das 400 Quadratmeter grosse Ambulatorium umfasst einen Empfangsbereich, der gleichzeitig als Snackbar und Büro genutzt wird, einen Ruhebereich, sieben Behandlungszimmer, einen offenen Bereich mit Kraft- und Fitnessgeräten, einen Gruppenraum, einen Aufenthaltsraum für Mitarbeitende sowie Nasszellen. Die Räume sind im Erdgeschoss und auf einer Galerie auf einem Zwischenstock angeordnet.

Dass Windisch eine lange Medizin-Geschichte hat, führte aarReha-Stiftungsrat Titus Meier in seiner Rede aus. Der Brugger FDP-Einwohner- und Grossrat sowie Historiker sagte: «Windisch hatte das erste Kantonsspital im Aargau überhaupt.» Und bereits die Römer hätten im Legionslager Vindonissa ein Lazarett gehabt. «Glücklicherweise haben wir heute andere medizinische Möglichkeiten, als die Römer damals.»