Applaus, Applaus / Für Deine Worte / Mein Herz geht auf / Wenn Du lachst! Diese Zeilen singen die Sportfreunde Stiller in ihrem Lied «Applaus, Applaus». Interpretiert wird der Song vom GuitarSoundOrchestra der Musikschule Brugg am Donnerstagabend bei der Einweihung des neuen Pflegezentrums Süssbach.

Applaus. Das haben die Macher, die Planer und alle Beteiligten verdient. So lautet der Tenor an diesem Abend für die VIP-Gäste. Es sind politische Vertreter, beispielsweise der Brugger Stadtrat in corpore, aber auch Architekten, Bauherren, Stiftungsräte und Geschäftsführer, die es sich nicht nehmen lassen, die Einweihung gebührend zu feiern. Und das Herz dürfte ihnen auch aufgegangen sein, als sie im Anschluss der Reden einen ersten Blick in den Neubau im 1. Stock werfen durften.

Sternenhimmel im Badezimmer

In den Gängen riecht es so, wie Neubauten riechen. Knallgrüne Wände wechseln sich mit schmucken Holztüren, die in die Zimmer führen, ab. Die Zimmer sind – bis auf die Betten – noch praktisch leer, machen aber einen hellen und freundlichen Eindruck. Jedes Zimmer ist mit einem Badezimmer mit Dusche und WC ausgerüstet. Wer ein Bad nehmen möchte, kann dies tun. In einem Raum steht eine grosse Badewanne, darüber an der Decke funkeln kleine Lichter wie ein Sternenhimmel.

Hanspeter Müller dankt «Mister Akkord» Hans Bürge.

Zentrumsleiter Hanspeter Müller dankt «Mister Akkord» Hans Bürge.

Kein Wunder, nennt der Stiftungs- und Verwaltungsratspräsident der Pflegezentrum Süssbach AG, Rolf Alder, den Neubau ein Hotel. So komme es ihm jedenfalls vor, wenn er durch die Gänge schreite, sagt er in der Eröffnungsrede. «Aus Liebe zu Brugg, für die Stadt, für die Region», leitet er ein. Darum sei dieses Pflegezentrum gebaut worden.

Er führt den Anwesenden aus, in welch kurzer Zeit der Neubau aus dem Boden gestampft wurde. 598 Tage brauchten die Arbeiter seit der Grundsteinlegung. «Es ist ein gelungenes, architektonisches Meisterwerk», lobt Alder. Sein nachfolgender Redner, Stadtammann Daniel Moser, ist ebenfalls voll des Lobes: «Hier wurde Grossartiges geleistet.» Dann sinniert er, ob er dem Stadtrat allenfalls eine Namensänderung der Fröhlichstrasse beantragen soll. Seine Vorschläge: Glücksstrasse oder Phönixstrasse.

Stiftungsratspräsident Rolf Alder verschenkt Akkord-Musikdosen – damit das Projekt weitergeht.

Stiftungsratspräsident Rolf Alder verschenkt Akkord-Musikdosen – damit das Projekt weitergeht.

In der anschliessenden Gesprächsrunde mit Hans Bürge (Geschäftsführer Stiftung Gesundheit Region Brugg), Markus Schärer (Architekt) und Livio Plüss (Verwaltungsratspräsident
Schönegg Brugg AG) kommt heraus, dass die Zusammenarbeit zwischen den verschiedenen Beteiligten hervorragend geklappt hat. «Wir haben immer gemeinsam auf das Ziel hingearbeitet», sagt Livio Plüss. Schärer ergänzt: «Mit der Fertigstellung des Pflegezentrums sind wir einen Schritt weiter. Es folgen aber noch weitere. Das Projekt Akkord ist ein Projekt, das weiterlebt.» Als nächster Schritt ist der Einbau der Demenzabteilung geplant. Anschliessend folgen der Bau der Alterswohnungen und der Umbau des Hochhauses des Alterszentrums Brugg. Die 111 Wohnungen mit 1½, 2½ und 3 Zimmern sollen bis Mai 2018 bezugsbereit sein. Der Um- und Neubau des Pflegezentrums begann im Jahr 2013. Die Umsetzung des gesamten Projekts Akkord dauert sechs Jahre. Die Kosten der zweiten Bauetappe inklusive Demenzabteilung belaufen sich auf 50 Mio. Franken.

Tag der offenen Tür des Pflegezentrums Süssbach für alle Interessierten
am Samstag, 15. Oktober, von 10 bis
17 Uhr an der Fröhlichstrasse 9 in Brugg.