Windisch

Ergänzungsantrag abgelehnt: Einwohnerrat hat das Gemeindehaus im Fokus

Das Gemeindehaus und die Annexbauten sind in die Jahre gekommen.

Gemeindehaus in Windisch

Das Gemeindehaus und die Annexbauten sind in die Jahre gekommen.

Für einmal war es die SVP, die im Gemeindeparlament zusätzliches Geld für weitere Analysen forderte. Bei allen anderen Geschäften waren sich die Politiker unabhängig von der Parteizugehörigkeit einig.

«Das Gemeindehaus aus dem Jahr 1965 soll für die nächste Generation fit gemacht werden», sagte FDP-Gemeinderat Max Gasser an der Einwohnerratssitzung am Mittwochabend in Windisch. Dabei ging es um einen Projektierungskredit von 80'000 Franken für die «Vorstudie Gebäudeanalyse und Nachweis der Machbarkeit zur Erneuerung des Gemeindehauses und der Annexbauten.

Philipp Ammon von der SVP begrüsste zwar das Vorgehen des Gemeinderats, stellte aber zwei Ergänzungsanträge. Erstens wollte die Partei, dass die aktuellen Quadratmeterkosten des Gemeindehauses und der Annexbauten ebenfalls ausgewiesen werden. Dem stimmte der Einwohnerrat mit Stichentscheid von Präsident Dave Roth (SP) mit 17:16 Stimmen nach kurzer Diskussion zu. Deutlich abgelehnt mit 30:6 Stimmen wurde hingegen der zweite SVP-Antrag, mit dem weitere 10'000 Franken für die Erarbeitung einer Planungsstrategie für das Areal um das Gemeindehaus herum hätten bewilligt werden sollen.

«Kreativität soll etwas kosten»

Damit wollte Philipp Ammon erfahren, wie man das Areal nach einem Abriss der Annexbauten neu nutzen könnte. «Kreativität soll etwas kosten», argumentierte er. Die Mehrheit des Einwohnerrats zog es jedoch vor, sich auf die Erneuerung des Gemeindehauses zu konzentrieren. Der Antrag des Gemeinderats wurde dann einstimmig gutgeheissen. An der Versammlung anwesend waren 38 von derzeit 39 Mitgliedern. Bereits den Rücktritt eingereicht hat Rahel Downey (SP). Diese Vakanz wurde noch nicht besetzt.

Viel Lob von allen Parteien gab es für den erfreulichen Rechnungsabschluss der Einwohnergemeinde Windisch. Im vergangenen Jahr resultierte ein Gewinn von 2,77 Millionen Franken. Budgetiert war ein Aufwandüberschuss von 878'710 Franken. Der Hauptgrund dafür sind die höheren Einnahmen bei den Einkommens- und Vermögenssteuern. Dabei wies Gemeindepräsidentin Heidi Ammon auf den Zuzug von guten Steuerzahlern hin. Dank des Finanzierungsüberschusses aus der Erfolgs- und Investitionsrechnung resultierte schliesslich eine Schuldenabnahme gegenüber dem Vorjahr von 1,8 Millionen Franken. Die Nettoschuld liegt neu bei 11,9 Millionen Franken respektive 1550 Franken pro Einwohner.

Politiker sorgen sich um Verwaltung

In der Debatte wurden das Kostenbewusstsein und Budgettreue positiv beurteilt. Kritik wurde laut beim Blick auf das hohe Ferienguthaben und die vielen Überstunden der Verwaltungsangestellten. So stellte etwa Philipp Umbricht von der FDP die Mehrausgaben für den Einkauf von Dienstleistungen Dritter infrage. Toni Burger von der CVP betonte die Wichtigkeit, zügig ein Konzept für IT-Sicherheit auszuarbeiten. Paul Bitschnau von der SP fragte wie seine Vorredner, ob man nicht das Personal aufstocken müsste. Ohne Gegenstimme nahm der Rat den Rechenschaftsbericht zustimmend zur Kenntnis und hiess die Rechnung 2017 gut.

Ausserdem genehmigte das Gemeindeparlament die beiden Kreditabrechnungen «Quartiersammelstelle Chapf» und «Sanierung Jurastrasse Süd» einstimmig. Beide Male resultierte eine Kreditunterschreitung von 10 respektive 20 Prozent.

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