Der «Campus IceDream» geht am Sonntag zu Ende. Tausende Besucher haben sich seit dem 13. November auf dem Kunsteisfeld neben dem Campus der Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) in Brugg-Windisch sportlich betätigt. Von einem grossen Erfolg spricht Stephan Burkart, Dozent und Leiter Praxistransfer an der FHNW sowie Projektleiter. Bei Sonne und optimalen Temperaturen wurde es ab und zu eng auf dem 10 mal 30 Meter grossen Eisfeld.

Während den zwei Monaten Betriebszeit wurden 7500 Eintritte gezählt. «Darunter waren knapp 5000 Kinder», fährt Burkart fort. Zählt man all die Zaungäste dazu, die sich nur einen Glühwein, Punsch oder Snack gönnten oder im Zelt daneben ein Fondue assen, kommt man auf rund 10 000 Besucher. Etwas weniger stark war die Nachfrage von Gruppen für das Eisstock-Schiessen. «Insgesamt hatten wir etwa 150 Teilnehmer. In diesem Bereich gibt es noch Potenzial», so Burkart.

Verlängerung war keine Option

Dass das Projekt «Campus IceDream», das von zwei FHNW-Studentinnen geplant und von aktuell Studierenden umgesetzt wurde, innert weniger Wochen realisiert werden konnte, verdankt die Schule der grossen Unterstützung durch die Gemeinden Windisch und Brugg sowie den Partnern. Auch das Budget konnte laut Burkart eingehalten werden.

«Wir können sagen, dass der ‹Campus IceDream› bei allen sehr gut angekommen ist», fasst der Dozent zusammen. An den Wochenenden herrschte auf dem Campus jeweils Volksfeststimmung. Viele Eltern nutzten die Möglichkeit, mit den Kindern in der Umgebung an der frischen Luft etwas zu unternehmen. Auch von den Studierenden habe er durchweg positive Reaktionen erhalten, sagt Burkart. Als Projektleiter fand er es ausserdem toll, zusammen mit Studierenden ein theoretisches Projekt eins zu eins in die Praxis umzusetzen.

Wurde mit den mittlerweile kälteren Temperaturen nie eine Verlängerung in Betracht gezogen? Stephan Burkart verneint und erklärt: «Ab nächster Woche starten die Prüfungen am Campus Brugg-Windisch. Es ist gut, dass in dieser Zeit auch wieder etwas Ruhe im Campus einkehrt.» Zudem wäre es dann wesentlich schwieriger, genügend Studierende zu finden, die das Projekt mit ihrer Mitarbeit unterstützen. Nach Projektabschluss wird eine genaue Analyse gemacht und ein Abschlussbericht erstellt. Im März wird die Standortleitung Campus Brugg-Windisch entscheiden, ob das Projekt auch im Winter 2016/2017 realisiert wird.

Holzhütte statt kühles Zelt

Da man bereits sagen kann, dass das Projekt ein grosser Erfolg war, schätzt Burkart die Chance für eine Neuauflage als «sehr hoch» ein. Sollte sich die FHNW erneut für «Campus IceDream» entscheiden, so wird dies grundsätzlich im gleichen Rahmen stattfinden. Durch das warme Wetter gab es zum Teil Probleme mit dem Eis. Diese Erfahrungen sollen beim nächsten Projekt einfliessen. «Wir wissen nun, dass wir einen Eismeister brauchen, der sich regelmässig um das Eis kümmert», sagt der Projektleiter. Anstelle des eher kühlen Zeltes könnte sich Burkart eine grosse, gemütliche Holzhütte vorstellen. Auch die Form des Eisfeldes soll sich, falls möglich, ändern. Aber das soll eine Überraschung werden.