Windisch
Erfolgreiches Geschäftsjahr und neues Zentrum «Magnolia» für Königsfelden

Sie treiben die Bauprojekte voran, investieren in die Angebote und steigern den Umsatz: Die Psychiatrischen Dienste Aargau AG mit Sitz in Windisch blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2019 zurück.

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Das Jahr 2019 war für die Psychiatrische Klinik Königsfelden von einer hohen Belegung im stationären Bereich sowie einer starken ambulanten Nachfrage geprägt. (Archivbild)

Das Jahr 2019 war für die Psychiatrische Klinik Königsfelden von einer hohen Belegung im stationären Bereich sowie einer starken ambulanten Nachfrage geprägt. (Archivbild)

Walter Schwager

Der Umsatz stieg um 8,1 Prozent auf 156,4 Mio. Franken, der Jahresgewinn beläuft sich auf 13 Mio. Franken, heisst es in einer Medienmitteilung. Die Psychiatrischen Dienste Aargau AG (PDAG) zählen laut CEO Jean-François Andrey zu einem der am besten aufgestellten Spitäler der Schweiz. Die wirtschaftliche Zielvorgabe des Kantons Aargau als Eigentümer sei deutlich übertroffen worden. Das starke Unternehmensergebnis sorge dafür, dass die Herausforderungen der Zukunft gemeistert werden können. Als Stichworte genannt wird etwa die Erneuerung der Infrastruktur.

Grundstein für zeitgemässe Psychiatrie ist gelegt

Weit fortgeschritten sind die Arbeiten am Neubau «Magnolia» für die Erwachsenenpsychiatrie. Dabei handelt es sich um das grösste Teilprojekt im Rahmen der Gesamtsanierung der Psychiatrie Königsfelden. Der Bau – ab diesem Juni das neue Zentrum auf dem Areal – bildet ein Ensemble mit dem bisherigen Hauptgebäude aus dem Jahr 1872, umfasst neben zehn Stationen auch den Notfall sowie den Empfang. Geschaffen werden gemäss PDAG jedoch keine zusätzlichen Kapazitäten, sondern gelegt werden vielmehr wichtige Grundsteine für eine zeitgemässe und offene Psychiatrie.

Überdies erfolgte im vergangenen Jahr der Spatenstich für den Erweiterungsbau der Forensischen Psychiatrie, der ab November 2021 «ein neues, innovatives Behandlungs- und Sicherheitskonzept für die Patientinnen und Patienten im Massnahmenvollzug ermöglicht», so die PDAG.

Förderung der Gesundheit rückt in den Vordergrund

Apropos Behandlungen: 2019 war geprägt von einer hohen Belegung im stationären Bereich sowie einer starken ambulanten Nachfrage, führen die PDAG aus. «Bereits drei Viertel aller Behandlungen erfolgen ambulant.» Ein besonderes Anliegen sei die Reduktion der freiheitsbeschränkenden Massnahmen im stationären Bereich.

Neben der psychiatrischen Grundversorgung investieren die PDAG in sogenannte Leuchtturm-Angebote. Zu denen zählen die 2019 eröffnete «Praxis für Ihre psychische Gesundheit» in Zofingen oder das spezialisierte stationäre Angebot für Menschen mit intellektueller Entwicklungsstörung und psychischer Erkrankung in Windisch. Mit beiden Angeboten seien Versorgungslücken geschlossen worden.

Die Entwicklung hin zu einem modernen, innovativen Gesundheitsdienstleister wollen die PDAG mit ihren rund 1300 Mitarbeitenden – in über 50 Berufen notabene – auch im Erscheinungsbild nach aussen tragen. Sanft aufgefrischt wurde der visuelle Auftritt und entwickelt der Claim «Für Ihre psychische Gesundheit». (mhu)