Energiestadt

Erfolgreiche Zertifizierung: Brugg zählt zu den nachhaltigen Städten

Verschiedene Massnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz sind umgesetzt worden in den letzten Jahren. Ein Beispiel ist die Fotovoltaikanlage auf dem Schulhaus Freudenstein.

Verschiedene Massnahmen in den Bereichen Energieeffizienz und Klimaschutz sind umgesetzt worden in den letzten Jahren. Ein Beispiel ist die Fotovoltaikanlage auf dem Schulhaus Freudenstein.

Im März hat der Brugger Stadtrat beschlossen, dem Trägerverein Energiestadt beizutreten und das Label noch in diesem Jahr zu erwerben. Am 18. November kann dieses im Salzhaus offiziell entgegengenommen werden.

Die Freude ist gross: Brugg wird Energiestadt. Dieses Label erhalten diejenigen Gemeinden, die den Nachweis für eine konsequente Energiepolitik erbringen können. Das Label Energiestadt sei ein Leistungsausweis für Brugg, stellt denn auch Stadtrat Reto Wettstein (FDP) fest. «Es zeigt, dass wir uns ernsthaft mit den Themen ­Energieeffizienz und Klimaschutz auseinander- und Projekte umsetzen.» In den letzten Jahren fährt Wettstein fort, sei im Gremium Energieeffizienz und Klimaschutz (EKS) mit den gegebenen Mitteln sehr gute Arbeit geleistet worden.

Konkret: Verschiedene öffentliche Liegenschaften, heisst es in einer Medienmitteilung der Stadt, wurden energetisch saniert, diverse Fotovoltaikanlagen installiert, die Abfallentsorgung logistisch optimiert, ein kommunaler Gesamtplan Verkehr erstellt, die Strassenbeleuchtung sukzessive auf LED umgestellt. Zudem verfügt Brugg seit 2011 über ein Energieleitbild.

Von Maximalpunktzahl 60 Prozent erreicht

Im März hat der Stadtrat beschlossen, dem Trägerverein Energiestadt beizutreten und das Label noch in diesem Jahr zu erwerben. Mit dem Erreichen von 60 Prozent der möglichen Maximalpunktzahl – der Schwellenwert der Zertifizierung liegt bei 50 Prozent – kann sich Brugg gemäss Medienmitteilung zu den fortschrittlichen und nachhaltigen Städten der Schweiz zählen.

Die Stadt spricht von einem Meilenstein. Offiziell entgegengenommen werden kann das Label Energiestadt am Mittwoch, 18. November, um 16.30 Uhr im Salzhaus in Anwesenheit von Regierungsrat Stephan Attiger (FDP). Die Bevölkerung ist eingeladen, an der Übergabe teilzunehmen. Im Anschluss findet ein Informationsanlass für Hauseigentümer zum Thema Energie statt.

Label Energiestadt könnte ein Plusgeschäft sein

Das Label Energiestadt bringt der Stadt Vorteile für die zukünftige Entwicklung, steht weiter in der Medienmitteilung. So kann sie vom Netzwerk Energiestadt profitieren und erhält Zugang zu Wissen und Technologien in vielen Bereichen des Lebens, die einen Bezug zur Energie haben. Für Projekte werden ausserdem Subventionen in Aussicht gestellt. Das Label gebe weiterhin den Rahmen vor, in dem sinnvolle Energie- und Klimaschutzprojekte zusammen mit den Partnern weiterentwickelt und geprüft werden können, ergänzt Stadtrat Wettstein. Auch bilde es ein Dach für alle Anstrengungen zur Energieeffizienzsteigerung und CO2-Reduktion.

Die 2007 im Einwohnerrat abgelehnte Zertifizierung konnte dieses Jahr ohne zusätzliche Mittel erreicht werden, antwortet Wettstein auf die Frage nach den Finanzen. Er sei ein Gegner von Kosten ohne Mehrwert. Die Stadt werde nun für Projekte subventionsberechtigt, für die sie bisher keine Subventionen erhalten habe, gibt Wettstein zu bedenken. Unter dem Strich könne das Label Energiestadt – im heutigen System und mit den gegebenen Anstrengungen – ein Plusgeschäft sein.

Für die Zertifizierung war ein Sprint nötig

Es sei ein «Sprint» nötig gewesen im Gremium EKS, um dieses Ergebnis in der kurzen Zeit erzielen zu können, hebt Wettstein hervor. «Umso erfreuter bin ich, dass wir es geschafft haben.» Zu verdanken sei die erfolgreiche Zertifizierung ebenfalls dem grossen Engagement der externen Energiestadtberaterin Barbara Sintzel, der Abteilung Planung und Bau sowie der Energieversorgerin IBB.

Die Energiestadt-Plaketten werden voraussichtlich – wie andernorts auch – bei den Ortseingängen platziert. Die genauen Standorte sind laut Wettstein noch offen. Im Aargau können derzeit 31 Energiestädte gezählt werden. Windisch erhielt das Label im 2003 und hat die entsprechenden Re-Audits – jeweils nach vier Jahren – erfolgreich bestanden.

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