Schinznach-Bad

Erfolgreiche Einwendung: Die Amag verhindert eine Gestaltungsplanpflicht

Die Amag hat sich in Schinznach-Bad erfolgreich gegen eine Gestaltungsplanpflicht im Gewerbeareal gewehrt.

Die Amag hat sich in Schinznach-Bad erfolgreich gegen eine Gestaltungsplanpflicht im Gewerbeareal gewehrt.

Der Autohändler wehrt sich in Schinznach-Bad mit Erfolg, mit der Begründung, dass der Gewerbetrieb durch die Pflicht massiv eingeschränkt würde. Der Gemeinderat hat die Einwendung akzeptiert.

An der letzten Gemeindeversammlung vor der Fusion mit Brugg steht in Schinznach-Bad die revidierte Bau- und Nutzungsordnung mit Zonenplan zur Debatte. Anders als ursprünglich vorgesehen, soll für ein Areal in der Gewerbezone die Gestaltungsplanpflicht gestrichen werden.

Hintergrund ist eine Einsprache der Amag, die sich gegen die Gestaltungsplanpflicht wehrte. Der Autohändler bezieht zwar ein neues Bürogebäude in Cham im Kanton Zug. Den Standort Schinznach-Bad verlassen wird aber lediglich die Amag Import. Bleiben werden die Amag Retail, die Werkstatt sowie die Schulung.

Der Gewerbebetrieb würde massiv eingeschränkt

Derzeit erarbeitet das Unternehmen ein Vermarktungskonzept zur Vermietung der frei werdenden Büroräumlichkeiten. Eine Gestaltungsplanpflicht, argumentierte die Amag in ihrer Einwendung, würde den Gewerbebetrieb massiv einschränken.

Wenn keine Neubauten oder grössere Umbauten möglich seien, ohne ein mehrmonatiges Gestaltungsplanverfahren auszulösen, dann sei es nicht mehr möglich, dem Bedarf und Markt entsprechend handeln zu können.

Der Gemeinderat entschied, die Einwendung gutzuheissen. Die Entwicklungsmöglichkeiten eines in Schinznach-Bad etablierten Gewerbebetriebs, so die Begründung, sollen nicht mit einer Gestaltungsplanpflicht eingeschränkt werden – zumal das betroffene Areal bereits grossmehrheitlich überbaut sei.

Planung wird an die Stadt Brugg angepasst

Für die Gesamtrevision der Nutzungsplanung war im Juni 2016 ein Kredit von 91 000 Franken bewilligt worden. Neben der Anpassung an künftige Bedürfnisse und Entwicklungsberechnungen sowie an die neusten kantonalen Rechte galt es gemäss Gemeinderat, die Begriffe und Messweisen der Interkantonalen Vereinbarung über die Harmonisierung der Baubegriffe zu übernehmen.

Weiter sollte die Bau- und Nutzungsordnung «für den künftigen Ortsteil Schinznach-Bad soweit möglich und nützlich an diejenige der Stadt Brugg angepasst werden».
Entscheiden werden die Stimmberechtigten am Freitag, 8. November, zudem über die Kreditabrechnung Sanierung der Sonderbauwerke Abwasser, die Kreditabrechnung Sanierung des Grundwasserpumpwerks Niedermatt sowie drei Einbürgerungen.

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Autor

Michael Hunziker

Michael Hunziker

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