Ersatzwahl in Brugg

Erfolg für die CVP in Brugg: Sie erobert einen zweiten Sitz im Stadtrat

Jürg Baur (CVP, rechts) feiert seine Wahl zum Brugger Stadtrat. Barbara Iten überreicht ihm eine Goldmedaille in Form eines Sitzkissens. Ortsparteipräsident Matthias Rüede schaut zu.

Jetzt ist der fünfte und letzte Sitz im Stadtrat wieder besetzt. Die CVP holt sich zum ersten Mal einen zweiten Sitz im Stadtrat der Stadt Brugg.

«Brugg ist die neue CVP-Hochburg», sagte der ehemalige Stadtammann Daniel Moser gestern Nachmittag an Jürg Baurs Wahlfeier im Restaurant Trattoria im Roten Haus. Es ist das erste Mal in der Geschichte der Stadt Brugg, dass die Partei mit zwei Vertretern in der Exekutive mitarbeiten kann. Bereits im letzten Herbst hatte Leo Geissmann die Wiederwahl geschafft.

Gross ist deshalb nun auch die Freude über die – dem Wahljahr entsprechende – Stimmenzahl von 2018 beim frischgebackenen Stadtrat und Grossrat, der erst vor wenigen Tagen von seinem Freiwilligeneinsatz an den Olympischen Winterspielen in Südkorea zurückgekehrt ist. Sogar Marianne Binder, die Präsidentin der CVP Aargau, liess es sich nicht nehmen, dem 58-Jährigen persönlich zu gratulieren. Sie überbrachte ebenfalls Glückwünsche von CVP-Schweiz-Präsident Gerhard Pfister.

Ergebnis Stadtrats-Ersatzwahl in Brugg

Ergebnis Stadtrats-Ersatzwahl in Brugg

Doch bei seinen Wahlplakaten hatte der Kandidat auf jegliche Logos verzichtet. «Ich wollte keine Diskussionen, ob die CVP Anspruch auf einen zweiten Sitz hat oder nicht», sagte Jürg Baur am Rande der Feier. Auch Ortsparteipräsident Matthias Rüede betonte, dass es sich um eine Persönlichkeitswahl handelte und sich die Partei nicht finanziell am Wahlkampf beteiligte. Unterstützt wurde der Kandidat moralisch vor allem von den Mitte-links-Parteien.

Mit Baurs Wahl ist die FDP nur noch mit Reto Wettstein im Stadtrat vertreten, obwohl FDP-Kandidat Peter Knecht mit 1373 Stimmen ebenfalls ein ehrenvolles Resultat erzielte. Der 51-Jährige hatte es für die Liberalen im letzten Herbst auf den ersten Ersatzplatz für den Einwohnerrat geschafft. Knecht war es mit seiner Kandidatur wichtig, für die FDP – die stärkste Fraktion im Brugger Einwohnerrat – die Fahne hochzuhalten und den Stimmbürgern so eine Auswahl zu ermöglichen.

Er hätte sich sehr über eine Wahl in den Stadtrat gefreut. Am Familientisch sei der Wahlkampf in den vergangenen Wochen das dominante Thema gewesen, sagte Knecht nach Bekanntgabe des Resultats. Er ist aber auch nicht enttäuscht, dass es nicht geklappt hat. «Es war ein fairer Wahlkampf und ich habe Jürg Baur sofort angerufen und ihm gratuliert», so Knecht weiter. Nun hofft er, dass er eines Tages in den Einwohnerrat nachrutschen kann.

Zur Stadtrats-Ersatzwahl kam es, weil der im Herbst gewählte FDP-Stadtrat Titus Meier, der bei der Stadtammannwahl unterlag, das Nebenamt in der Exekutive nicht mit seinem Job als Bezirksschullehrer in Brugg vereinbaren konnte. Die Stimmbeteiligung lag gestern Sonntag bei 53,4%. Ausserdem entfielen 81 gültige Stimmen auf andere Personen als die beiden Kandidaten.

Jürg Baur wird am 13. März erstmals an der Stadtratssitzung teilnehmen. Dann wird definitiv entschieden, ob er das Ressort Soziales übernimmt.

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