Schinznach-Bad
Entscheid an Urne: «IG Schwimmbadkredit vors Volk» will neues Projekt

Der Kredit für die Sanierung und die Erweiterung des Schwimmbads Schinznach gibt noch einmal zu reden: Am 9. Februar fällt in Schinznach-Bad an der Urne der Entscheid über den Investitionskostenanteil von 1,105 Millionen Franken.

Michael Hunziker
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Visualisierung: So soll sich das Schwimmbad Schinznach dereinst präsentieren – nach der Sanierung und Erweiterung.

Visualisierung: So soll sich das Schwimmbad Schinznach dereinst präsentieren – nach der Sanierung und Erweiterung.

zvg

Den Investitionskostenanteil von 1,105 Millionen Franken für die Sanierung und Erweiterung des Schwimmbads Schinznach genehmigte die Gemeindeversammlung Schinznach-Bad im November 2013. Gegen diesen Beschluss hat die «IG Schwimmbadkredit vors Volk» das Referendum ergriffen.

Weniger Geld reicht

Die Gruppierung ist nicht gegen den Erhalt des Schwimmbads – im Gegenteil: «Der Treffpunkt für Jung und Alt soll bestehen bleiben.» Aber sie spricht sich klar gegen die geplante – «umfangreiche und grosszügige» – Erweiterung aus. Denn der auf die Gemeinde Schinznach-Bad entfallende Investitionskostenanteil werde die Gemeinderechnung auf Jahre hinaus belasten. «Nicht zuletzt wegen des überdimensionierten Schwimmbadausbaus rechnet der Gemeinderat für das Jahr 2016 mit einer Steuerfusserhöhung auf 115 Prozent», hält die «IG Schwimmbadkredit vors Volk» fest.

Anders gesagt: Eine gezielte Sanierung «mit wesentlich weniger Kapitalbedarf» reiche aus, «um das beliebte Gartenbad und dessen Attraktivität zu erhalten». Und: «Ein Nein zum Kredit gibt die Möglichkeit, die Angelegenheit zu überdenken und ein Projekt auszuarbeiten, das der Finanzlage unserer Gemeinde angepasst ist», stellt die Gruppierung fest. Die Mitglieder erklären sich übrigens bereit, sich aktiv im Planungsprozess einzubringen. Die «IG Schwimmbadkredit vors Volk» besteht aus drei ehemaligen Gemeindeammännern von Schinznach-Bad sowie der kompletten Finanzkommission: Barbara Achermann, Christoph Fuhrer, Ernst Hess, Beat Schirmer, Walter Vonlaufen und Kurt Zumsteg.

Wichtiger Treffpunkt

Der Gemeinderat Schinznach-Bad ist sich bewusst, «dass die Sanierung und der Ausbau unseres Schwimmbads eine grosse finanzielle Mehrbelastung für die Gemeinde darstellt». Doch er ist ebenfalls der Ansicht, «dass das Schwimmbad Schinznach als Treffpunkt für Gross und Klein, Jung und Alt ein wichtiger Bestandteil des Dorfes darstellt und als Freizeitangebot nicht mehr aus dem Schenkenbergertal wegzudenken ist».

Die Anlage an der Aarebrücke weist gemäss Gemeinderat aufgrund des Alters und der geänderten gesetzlichen Bestimmungen bauliche, technische, betriebliche und sicherheitsrelevante Mängel auf. «Es stehen dringende Investitionen an, ohne diese die Gefahr besteht, dass der Weiterbetrieb des Schwimmbads nicht mehr gewährleistet werden kann. Die Folge wäre die Schliessung unserer Anlage!»

Der Gemeinderat ist überzeugt, dass mit den geplanten Massnahmen die Attraktivität des Schwimmbads erheblich gesteigert werden und ein modernes, dem heutigen Zeitgeist entsprechendes Freibad realisiert werden kann. Neu geplant sind unter anderem ein Sprungturm, eine Rutschbahn und ein separates 25-Meter-Schwimmerbecken. Die Investitions- und Unterhaltskosten des Schwimmbads machen laut Gemeinderat rund 2 Steuerprozente aus. Die auf das Jahr 2015 vorgesehene Steuerfusserhöhung um 5 Prozent auf 115 Prozent sei nicht von der Genehmigung oder Ablehnung des Investitionskredits für das Schwimmbad abhängig.