Brugg

Entlang der Zurzacherstrasse sollen höhere Häuser entstehen

Die Karte zeigt die Neubauten und heutigen Eigentumsverhältnisse.

Die Karte zeigt die Neubauten und heutigen Eigentumsverhältnisse.

An ihrer Versammlung vom 8. Dezember entscheiden die Brugger Ortsbürger über einen Kredit für die Quartierentwicklung Weiermatt.

Brugg Für eine Grundlagenerarbeitung inklusive Machbarkeitsstudie zur Zentrumsentwicklung im Quartier Weiermatt beantragt der Stadtrat der Brugger Ortsbürgerschaft einen Bruttokredit von 105000 Franken. Coronabedingt wird die Wintergemeindeversammlung am Dienstag, 8. Dezember, um 20 Uhr nicht wie gewohnt im Rathaussaal, sondern in der Turnhalle Freudenstein stattfinden.

Das Weiermattquartier ist eine ab 1930 entstandene Stadterweiterung, die in weiten Teilen nach den Idealen der Gartenstadt geplant wurde. Neben den Abschnitten Kaserne, Sommerhalde und Lauffohr ist die Weiermatt das am dichtesten besiedelte Gebiet entlang der Zurzacherstrasse. In dessen Zentrum besitzt die Ortsbürgergemeinde eine 14545 m2 grosse Parzelle, die sich aktuell in der Zone für öffentliche Bauten und Anlagen befindet. Mit Inkrafttreten der neuen Bau- und Nutzungsordnung (BNO) werden 3050 m2 dieser Parzelle in eine fünfgeschossige Wohn- und Arbeitszone (WA5) mit Gestaltungsplanpflicht umgezont. Der Perimeter der Gestaltungsplanpflicht umfasst auch zwei angrenzende Parzellen (siehe Karte unten). Deren Eigentümer beabsichtigen, ihre Parzellen entsprechend den Möglichkeiten der revidierten BNO neu zu überbauen.

Laut der vorliegenden Botschaft ergibt sich auch für die Ortsbürgergemeinde «die Chance, den südlichen Teil ihrer Parzelle 201, auf dem sich heute ein öffentlicher Parkplatz und ein Spielplatz befinden, zu entwickeln». In einem ersten Schritt soll nun gemeinsam mit den Grundeigentümern eine Machbarkeitsstudie durchgeführt werden. Der Lärmschutz ist mittels geeigneter Bebauungsstruktur und ohne Lärmschutzwände sicherzustellen.

«Die bestehende Unterführung ist attraktiver zu gestalten»

Die neue BNO sieht vor, dass die Einmündung Weiermatt hervorgehoben wird, genügend Platz für eine Bushaltestelle entsteht und die bestehende Unterführung attraktiver zu gestalten ist. Gemäss einer Entwicklungsstudie von 2016 soll die Weiermatt zu einem urbanen, belebten Quartierzentrum werden. Die erwähnte Studie sieht hier eine Neubebauung mit drei höheren Gebäuden (sieben Vollgeschosse) sowie einer Platzbildung entlang der Zurzacherstrasse vor. Auf der Rückseite der Neubauten soll der grosszügige Quartierpark mit einem vielfältigen Angebot für diesen Stadtteil erhalten und aufgewertet werden. Denkbar ist ein Quartierladen im Sockelgeschoss.

Die Ortsbürgergemeinde könne bei der Quartierentwicklung Weiermatt verschiedene Rollen einnehmen, schreibt der Stadtrat: von gar nicht engagieren über eine Gebietsentwicklung für Dritte ermöglichen oder ein eigenes Immobilienprojekt realisieren. Auch diese Frage soll mit der beantragten Machbarkeitsstudie geklärt werden.

Darauf aufbauend können der Ortsbürgergemeinde Ende 2021 mittels Bericht und Antrag die Handlungsfelder für die Verwertung ihres Grundstücks aufgezeigt werden.

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