SP-Einwohnerrätin Karin Graf-Herde lässt nicht locker – und kämpft für mehr Verkehrssicherheit auf der Brugger Laurstrasse. Immer wieder komme es zu brenzligen Situationen, besonders kritisch sei der Bereich der Bushaltestelle beim Medizinischen Zentrum, stellt sie fest.

Mit einer Motion verlangt sie deshalb, die Bushaltestelle sei in die Mitte der Strasse zu verlegen, es sei ein behindertengerechter Zugang zu ermöglichen und es sei ein Bushäuschen zu erstellen – und zwar gleichzeitig mit den bereits bewilligten Sofortmassnahmen (separater Text), die in diesem Frühling umgesetzt werden. Denn bedauerlicherweise sei im Projekt dem unteren Teil zu wenig Beachtung geschenkt worden, sagt die Einwohnerrätin. «Bei der Bushaltestelle lauern ebenfalls grosse Gefahren.»

Karin Graf-Herde will sich nicht vom Stadtrat vertrösten lassen, bis dereinst der Kommunale Gesamtplan Verkehr (KGV) – allenfalls mit einer Tempo-30-Signalisation – umgesetzt wird. «Das kann noch Jahre dauern.» Für die Einwohnerrätin ist klar: «Die Bushaltestelle an dieser wichtigen Stelle ist auch ein Aushängeschild für die Stadt. Ist sie kundenfreundlicher, wird sie besser frequentiert.»

«Eng und unübersichtlich»

Die Laurstrasse werde von den Fussgängern, den Kindern auf ihrem Schulweg genauso benützt wie von den Autos, Lastwagen und Postautos, schildert Karin Graf-Herde die Ausgangslage und betont: «Die Fahrbahn ist eng und unübersichtlich, die erlaubte Geschwindigkeit ist zu hoch für diese gefährliche Strasse.» Müssten sich zwei – breite – Fahrzeuge kreuzen, werde dann und wann auf das Trottoir ausgewichen. «Einige Verkehrsteilnehmer verhalten sich rücksichtslos. Es kommt sogar zu kritischen Überholmanövern.»

Besonders heikel ist gemäss der SP-Einwohnerrätin der untere Strassenabschnitt. Denn just hinter der Bushaltestelle beim Medizinischen Zentrum befindet sich der Fussgängerstreifen.

Hält der Bus, der Richtung Stadt unterwegs ist, sehen diejenigen Fahrzeuglenker, die vom Zentrum her nahen, die Fussgänger hinter dem Bus nicht. «Wird die Haltestelle in die Mitte der Strasse verlegt, können andere Fahrzeuge den Bus weder kreuzen noch überholen, während die Passagiere ein- oder aussteigen.»

Dass derzeit der behindertengerechte Einstieg in den Bus nicht gewährleistet ist, bezeichnet Karin Graf-Erde ebenfalls als sehr unbefriedigend – an einer Bushaltestelle notabene, die das Alters- und Pflegeheim sowie das Medizinische Zentrum bediene. Eine behindertengerechte Haltestelle würde von beiden Institutionen begrüsst.

Rund 80 000 Franken mehr

«Detaillierte Abklärungen mit allen Beteiligten haben einen Mehraufwand von rund 80 000 Franken ergeben, zusätzlich zu den bereits vom Einwohnerrat genehmigten Sofortmassnahmen», schreibt Karin Graf-Herde in ihrer Motion, die sie eingereicht hat.

Sie erachtet den «vertretbaren» Zusatzaufwand als gerechtfertigt, «da er gleichzeitig einen sehr hohen Wirkungsgrad zur Sicherung der Gefahrenstellen beinhaltet».

Durch die zentrale Bushaltestelle könne überdies das Tempo der Fahrzeuge gesenkt werden – und dadurch eine positive Wirkung auf die Schöneggkreuzung erreicht werden, führt Karin Graf-Herde aus. Sie ist sich sicher, dass die Massnahmen «zwecks weiterer Verkehrsberuhigung» schnell und unkompliziert umgesetzt werden könnten.