Hausen
Endlich wieder ein sonniges Jugendfest in Hausen

Jugendfestumzug, Morgenfeier und Spielnachmittag wurden bei besten Bedingungen durchgeführt.

Irene Hung-König
Merken
Drucken
Teilen
Jugendfestredner Peter Steinauer spricht zu den Kindern
12 Bilder
Konzentriert feilen die Kinder an ihrer Cricket-Technik
Die Schüler singen Ein Stern, der deinen Namen trägt
Diese Jungs bringen die Umzugsordnung nur für das Foto durcheinander
Endlich wieder ein sonniges Jugendfest in Hausen
Die Kindergärtler spazieren Hand in Hand
Die Kleinsten führen den Umzug mit Kindergärtnerin Chantal Zehnder an
Die Kindergärtler bauen mit ihren Schaufeln das Fundament
Das Jugendfestbrot wird sofort gegessen
Die Domino-Spatzen unterhalten mit dem Lied Hemmige
Der Umzug macht Freude bei Gross und Klein
Schulpflegepräsident Stefano Potenza zeigt, wie sich das Dorf verändert hat

Jugendfestredner Peter Steinauer spricht zu den Kindern

Irene Hung-König

Das ist den Hausenerinnen und Hausenern zu gönnen: Nach drei aufeinanderfolgenden, verregneten Jugendfestumzügen brauchten die rund 250 Kindergärtler und Schulkinder diesmal keine Pelerinen. Die Mädchen in ihren weissen Kleidern und mit Kränzchen im Haar und die ebenso eleganten Buben in schwarzen Hosen und weissen Hemden spazierten gut gelaunt und trockenen Fusses die Route vom Wiesenweg über die Stück- und Römerstrasse, die Holzgasse hinauf zur Hauptstrasse und dann zum Festzelt auf dem Turnhallenareal. Begleitet wurde der Umzug durch die Musikgesellschaft Hausen und die Eintracht Windisch. «Ich habe noch nie in meinem Leben ein Jugendfest ohne Regen erlebt», erklärte Zweitklässlerin Lilly ihrer Mutter nach dem Umzug.

«Huse baut und boomt»

«3-4-2-4», sagte Schulpflegepräsident Stefano Potenza im Festzelt zu den Gästen und wiederholte die Zahlen ein zweites Mal. «3424 Einwohnerinnen und Einwohner zählt Hausen aktuell.» Er sagte dies auch zu denjenigen, die sich vor dem Zelt versammelt hatten, weil es darin keinen Platz mehr frei hatte. Er veranschaulichte, wie sich das Dorf in vierzig Jahren verändert hat. «Wer lebte denn vor 40 Jahren schon hier?», fragte er die Gäste. Einige wenige hielten ein grünes Kärtchen in die Höhe. Stefano Potenza zählte Meilensteine auf, wie etwa 1996 die Eröffnung der Umfahrungsstrasse und 2006 die Erweiterung des Meyerschulhauses. «So lange ist das gar nicht her», meinte er dazu. Und nun wird am 18. September der Anbau des Lindhofschulhauses eingeweiht.

Mit dem neuen Jugendfestlied «Bou a derä Wält» zeigten die Kinder ihr «Bauprogramm». Die 5./6. Klässler gaben mit ihrer Becher-Nummer den Takt an, die anderen Kinder sangen das von Kindergärtnerin Chantal Zehnder geschriebene Lied. Jugendfestredner Peter Steinauer, Leiter der Abteilung Planung und Bau, erörterte die rege Bautätigkeit in der Gemeinde. «Das Bild des Dorfes verändert sich. Vor 30 bis 40 Jahren brauchte man weniger Raum als heute. Die Familien werden kleiner, der Raum grösser.»

Schulleiterin Andrea Haslimeier kündigte die Darbietungen der Kinder an: Die Kindergärtler traten mit kleinen Schaufeln auf die Bühne und erschufen mit ihrem Tanz das Fundament des Hauses. Die 1./2.-Klässler lieferten mit ihrer Akrobatik-Nummer zum Lied «Mission impossible» den 1. Stock, die 3./4.-Klässler zeigten, dass auch mit Schraubenzieher, Schläuchen, Hammer und Bautafeln, coole Musik gemacht werden kann. Für den Dachstock zeichneten die 5./6.-Klässler mit ihrer Hiphop-Nummer verantwortlich. Das traditionelle Jugendfestlied «Karussell» bildete den Abschluss der Morgenfeier.

Die Unterhaltungsshow «Musig-Hus» am Abend war mit Darbietungen der «Domino-Spatzen», des Gemischten Chors und des Turnvereins gespickt.