Der Parkplatz ist fast bis auf den letzten Platz besetzt und kurz vor der offiziellen Einweihung strömen die Gäste in die neue Badi. Die Kinder zieht es natürlich zur neuen, 18 Meter langen und 5,20 Meter hohen Breitwellenrutsche, dem «Kernstück der Sanierung», wie Yvonne Berglund von der Schwimmbadkommission später in ihrer Ansprache berichten wird.

Badi-Eröffnung Schinznach 

Doch noch müssen sich die Kinder mit dem Sprung ins 17 Grad kalte Wasser gedulden. Vor dem Festzelt auf der Wiese geniesst die Bevölkerung aus den Trägergemeinden Scherz, Veltheim, Schinznach und Schinznach-Bad den Apéro und fachsimpelt über die Totalsanierung. Einige haben es sich in den Lounges vor dem neu überdachten Badi-Restaurant gemütlich gemacht. Die Kinder spielen eine Partie am Töggelikasten. In der zum «Kino» umfunktionierten Garderobe wird der Umbau der 63-jährigen Badi im Zeitraffer gezeigt.

«Wir sind stolz und glücklich»

Auf der Breitwellenrutsche begrüsst Yvonne Berglund die Gäste: «Wir sind stolz und glücklich, diese Rutsche einweihen zu dürfen», sagt sie. 137 000 Franken kamen dank gross angelegter Sponsorensuche zusammen. «Das ist ein unglaublicher Betrag.» 137 000 Franken – zuviel für die Rutsche. Und so konnten die Verantwortlichen zusätzlich eine Vogelnestschaukel und eine Seilbahn auf der Wiese installieren lassen. Doch bei diesen Geräten wird es nicht bleiben: Urs Leuthard, Gemeindeammann von Schinznach, überreicht Yvonne Berglund einen Check der vier Trägergemeinden, um Spielgeräte für Kleinkinder kaufen zu können.

Er spricht von der Attraktion im Schenkenbergertal und darüber, welche Bedeutung und wichtige Funktion die Badi seit 63 Jahren habe: «Mehrere Generationen haben sich hier getroffen und die Freizeit zusammen verbracht. Viele haben hier das Schwimmen gelernt.» Der Schwimmbadkommission gratuliert er zu ihrer Hartnäckigkeit, und dass sie trotz Rückschlägen stets das Wohl der Badegäste im Auge behielt.

Ueli Salm, Gemeindeammann von Veltheim, erzählt die ganze Geschichte der im Mai 1954 eingeweihten Badi. Mit Blick auf die jetzige Badi meint er: «Es hat sich gelohnt.» Baukommissionspräsident Roman Maeder erwähnt die unfallfreie Bauzeit, die im letzten Herbst begonnen hatte. Das Wasser konnte vor wenigen Tagen ins Becken eingelassen werden, einzig die Umgebungsarbeiten sind noch nicht beendet.

Dann ist es soweit: Schulkinder rennen die Treppen zur Rutsche hinauf und lassen Ballone fliegen, ehe sie kreischend und sich an den Händen haltend ein erstes Mal die Rutsche runtersausen. Dies geschieht unter den wachsamen Augen der Bademeisterinnen Mirjam Laube und Jeannette Michels.