Brugg

Endlager in Villigen – ein Problem für das Prestige-Projekt «Innovaare»?

Seit zwei Jahren befindet sich hier die Anlaufstelle für innovationswillige KMU im Kanton: Das Hightech-Zentrum Aargau in Brugg dient als Bindeglied zwischen Forschung und Wirtschaft.

Seit zwei Jahren befindet sich hier die Anlaufstelle für innovationswillige KMU im Kanton: Das Hightech-Zentrum Aargau in Brugg dient als Bindeglied zwischen Forschung und Wirtschaft.

Am Rande der Veranstaltung zum Thema Hightech in Brugg erklärt Regierungsrat Urs Hofmann, wie sich ein mögliches Endlager auf das Kernstück der Aargauer Hightechstrategie, der in Villigen geplante Park «Innovaare», auswirken würde.

Zurzeit findet im Campusareal Brugg-Windisch eine Veranstaltung zum Thema Hightech statt. Kernstück der Aargauer Hightechstrategie ist der PARK Innovaare beim Paul Scherrer Institut (PSI) in Villigen. Mit diesem nationalen Forschungs- und Entwicklungszentrum soll die Innovationskraft der Schweiz nachhaltig gesichert werden. Das Problem: Auf diesem Land möchte die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) möglicherweise eine Obenflächenanalge für das Tiefenlager bauen.

Urs Hofmann über Standort-Strategie für Hightech und Atomendlager

Urs Hofmann über Standort-Strategie für Hightech und Atomendlager

Für den Aargauer Regierungsrat sei Villigen der falsche Ort für ein Endlager, wie Urs Hofmann gegenüber dem Regionalsender Tele M1 erklärt. Die beiden Projekte, das Endlager und «Innovaare», seien zwar aufeinander abgestimmt, doch die Priorität soll beim PSI und beim Park Innovaare liegen. «Man darf dort keine Beeinträchtigungen in Kauf nehmen.» Regierungsrat Hofmann stellt aber klar: «Der Park Innovaare kann auch gebaut werden, falls das Endlager dereinst in Villigen realisiert würde.» 

Beim PSI müsste man dann allerdings Vorkehrungen treffen. Die empfindlichen Anlagen müssten vor Erschütterungen geschützt werden, die beim Bau des Endlagers entstehen könnten.

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