Seit Anfang April ist die Schinznacher Karateka Elena Quirici die Weltnummer 1 – zum ersten Mal in ihrer Karriere. Und dies, obwohl sie an der Europameisterschaft in Spanien Ende März den Final gegen die Französin Alizéee Agier verlor. Doch nicht nur in der Weltrangliste wird Elena Quirici als Nummer 1 geführt. Auch die Rangliste der European Games führt sie an, ebenso das Premier-League-Ranking und das All-Time-Ranking.

Was für die 25-jährige Karateka aber noch mehr zählt: Im Olympia-Ranking steht ihr Name zurzeit ebenfalls zuoberst. Das ist der konstanten Leistungen der Athletin in den letzten Wochen und Monaten zu verdanken. «Das Problem war, dass ich an der letzten Weltmeisterschaft keine Medaille geholte habe. Eine solche Medaille hätte extrem viele Punkte für das Olympia-Ranking gegeben», erklärt Quirici, die in der Kategorie -68 kg startet.

Die Aufholjagd ist ihr mittlerweile geglückt. «Seit Anfang Jahr habe ich mich dank konstanten Leistungen wie dem ersten Platz in Paris oder in Rabat oder dem zweiten Rang in Salzburg und an der Europameisterschaft nach oben gearbeitet», resümiert Quirici. Die Bilanz des Jahres 2019 ist eindrücklich: An fünf Turnieren gelang Elena Quirici der Einzug in den Final.

Von der aktuell ausgezeichneten Ausgangslage lässt sich die Schinznacher Karateka aber nicht blenden. «Bis zu den Olympischen Spielen 2020 in Tokio ist es noch ein langer Weg und eine harte Zeit steht an», sagt sie. «Aber es zeigt mir, das ich auf dem richtigen Weg bin und richtige Entscheidungen getroffen habe.» Eine richtige Entscheidung sei beispielsweise die Spitzensport-Rekrutenschule gewesen, die Quirici Mitte März abgeschlossen hat (die AZ berichtete). Obwohl sie weiss, dass noch viel Arbeit ansteht, geniesst Quirici den Erfolg. «Es ist ein super Gefühl. Ich bin glücklich, dass ich meinem Team so zeigen kann, dass all die Arbeit sich lohnt, die in mich investiert wird.»