Der Oberwachtmeister stellte dem Rekruten die Frage, was passieren würde, wenn ihn jemand auf der Wache mit einer Waffe bedrohen würde.

Der Rekrut antwortete: «In so einem Fall reagiere ich nicht aggressiv. Ich zahle ihm lieber eins, als im Spital zu landen.» Wie der «Blick» berichtet, war das für den Vorgesetzten zu viel.

Er nahm seine Armeepistole 75 hervor und hielt sie dem Rekruten an den Kopf und drückte ab. Jetzt sei er tot, weil er nichts getan habe, sagte er zum Rekruten. Glücklicherweise war die Waffe nicht geladen.

Der Rekrut leidet seither unter diesem Vorfall und wird psychologisch behandelt.

Die Aktion des Oberwachtmeisters wurde an die Vorgesetzten gemeldet. Er bekam eine Strafe von vier Tagen scharfem Arrest – und das wars.

Doch es kommt noch besser: kurze Zeit später wurde er zum Leutnant befördert. Für den Rekruten ein Affront.

Laut Kommandant Heer Dominique Andrey werde der Fall jetzt genauer untersucht und wenn nötig weitere Massnahmen getroffen. (ahu)