Brugg
Einwohnerrat will Grabesruhe nicht von 25 auf 20 Jahre reduzieren

Lebhafte Diskussion über die Details im neuen Friedhofsreglement an der Einwohnerratssitzung am Freitagabend. Nach knapp zwei Stunden Debatte über Bestatungen und Finanzierungen wurde die Verlängerung der Sitzung gutgeheissen.

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Auf dem Brugger Friedhof ist der Platz noch nicht knapp.

Auf dem Brugger Friedhof ist der Platz noch nicht knapp.

Janine Müller

Damit hat Rita Boeck von der SP wohl nicht gerechnet, als sie vor einem Jahr in einer Motion forderte, dass beim Gemeinschaftsgrab eine freiwillige Beschriftung der Namen der Verstorbenen ermöglicht werden soll. Denn der Brugger Stadtrat nahm das Thema zum Anlass, das Friedhofsreglement aus dem Jahre 1998 anzupassen und Gesetzeslücken zu schliessen. Stadtammann Daniel Moser sprach an der Sitzung am Fretagabend von einer «sanften Überarbeitung mit kleinen Korrekturen».

Einige Einwohnerräte bekundeten erhebliche Mühe mit dem neuen Reglement, weil es zu wenig übersichtlich und zum Teil schwer verständlich formuliert sei. Angeführt von der SP wurden in einer lebhaften Diskussion mit Beratungspause mehrere Änderungsanträge gestellt. Erdbestattungen an Samstagen, Urnenbeisetzungen nach 14 Uhr an Samstagen sowie Bestattungen an Sonn- und allgemeinen Feiertagen sind grundsätzlich nicht möglich. Neu kann der Stadtrat aber im Einzelfall Ausnahmebewilligungen erteilen. Künftig sollen bei fehlendem Nachlass die nächsten Angehörigen zur Übernahme der Bestattungs- und Kremationskosten verpflichtet werden.

Von einer Reduktion der Grabesruhe von 25 auf 20 Jahre wollte der Einwohnerrat nichts wissen. Auch die Frist von 10 Jahren für die Beisetzung einer weiteren Urne in ein bestehendes Grab wurde wieder auf 15 Jahre erhöht. Bis Redaktionsschluss kam es nicht zur Schlussabstimmung. Der Rat hiess nach eineinhalb Stunden Friedhofs-Diskussion einen Antrag zur Sitzungsverlängerung gut. (CM)

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