Der Brugger Stadtrat hat am Freitagabend dem Einwohnerrat beantragt, dass die Stadtplanung in die Abteilung Planung und Bau integriert und aufgestockt werden soll. 40 Prozent beträgt die Pensumserweiterung (zurzeit: 20 Prozent). Dazu kommt ein wiederkehrender Kredit von gegenwärtig 98 000 Franken jährlich. Bisher wurde die Stadtplanung extern geführt. «Die bisherige externe Lösung genügt zeitlich und örtlich nicht mehr», argumentierte Stadtammann Daniel Moser. Synergien könnten dank einer internen Lösung besser genutzt werden. Das Pensum von 60 Prozent sei ein Minimum, ergänzte er. Denn die Anforderungen seien in den letzten Jahren gestiegen.


Die Parteien wurden sich in der Diskussion nicht einig. Kritisiert wurde seitens der FDP, dass wichtige Fragen zum Geschäft von der zuständigen Frau Vizeammann Andrea Metzler nicht beantwortet wurden, weil diese in den Ferien weilt. Bemängelt wurde auch, dass sie «bei einer solch wichtigen Vorlage nicht persönlich anwesend ist», wie Urs Keller von der FDP-Fraktion anmerkte. Weil sich die FDP aufgrund der fehlenden Antworten nicht in der Lage fühlte, das Geschäft zu beraten, stellte Keller daraufhin einen Rückweisungsantrag.

Unterstützung erfuhr die FDP von der SVP und den Grünen. GLP und SP stemmten sich dagegen. Für die SP sagte Karin Schödler: «Wir sehen die Wichtigkeit einer guten, effizienten Stadtplanung. Dazu sind zusätzliche Ressourcen notwendig. Es nimmt auch Druck von der Abteilung Planung und Bau.» Doch das Dagegenhalten half nichts. Knapp stimmte der Rat mit 20 Ja- zu 19 Nein-Stimmen der Rückweisung zu. Damit geht das Geschäft zurück an den Stadtrat.

Zweite Stelle im IT-Bereich bewilligt

Weiter wollte der Stadtrat eine zweite Stelle für den IT-Bereich mit jährlich wiederkehrenden Kosten von 151 000 Franken durchsetzen. Sämtliche Parteien befürworteten die Vorlage, entsprechend wurde diese einstimmig angenommen.
Miete macht keinen Sinn
Auch die Feuerwehr kann sich freuen. Sie erhält ein neues Wechselladefahrzeug. Die Verantwortlichen der Feuerwehr haben verschiedene Varianten, wie beispielsweise die Miete eines solchen Fahrzeugs, geprüft. Sie sind aber zum Schluss gelangt, dass ein Kauf sinnvoller ist. Das hat auch der Einwohnerrat so gesehen, entsprechend sagte er mit 43:2 Stimmen Ja zum Kredit von 271 685 Franken.

Drei Inpflichtnahmen zu Beginn

Einstimmig wurde die neue Sauberwasserleitung im Gebiet Stapfer angenommen. Damit fliesst künftig nicht verschmutztes Dach- und Brunnenwasser direkt in die Aare.
Zu Beginn der Einwohnerratssitzung wurden zudem drei neue Mitglieder Inpflicht genommen: Barbara Geissmann (CVP), Sandro Rossi (SVP), Paul Wiedmer (EVP). Als Ersatz für den freigewordenen Sitz in der Finanzkommission (Rücktritt Tobias Hungerbühler, SVP) wurde SVP-Einwohnerrat Patrick von Niederhäusern in stiller Wahl gewählt.