Brugg

Einwohnerrat heisst das Budget 2018 in Rekordtempo gut

Stadthaus / Verwaltung / Stadtverwaltung in Brugg

Das Stadthaus in Brugg

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Nach dem Abtausch mit dem Kanton beträgt der Steuerfuss in Brugg 97%. Trotz Entlastungen wird nächstes Jahr auch mit erheblichen Mehrkosten gerechnet.

Das Budget der Einwohnergemeinde Brugg für das Jahr 2018 genehmigte der Einwohnerrat am Freitagabend kurz vor 22 Uhr in einem Rekordtempo. Das lag einerseits daran, dass Einwohnerratspräsidentin Barbara Horlacher die Sprecher daran erinnerte, angesichts der fortgeschrittenen Zeit kurze Voten zu halten. Andererseits wurde das sorgfältig aufbereitete Budget von allen Parteien von links bis rechts gewürdigt.

Marc Peter von der SVP wünschte sich zwar für die Zukunft noch mehr Sparbemühungen. «Im Hinblick auf einen guten Start für den neuen Stadtrat sagt unsere Fraktion aber Ja zum vorliegenden Budget», hielt er fest.

Einmalige Ausgaben wie Kapitalabfindung

Finanzminister Leo Geissmann (CVP) zeigte übersichtlich auf, wie sich das neue Gesetz zur Optimierung der Aufgabenteilung und zur Neuordnung des Finanzausgleichs auf das Brugger Budget auswirkt. «Einige Zahlen haben sich markant verändert», sagte er. Der Entlastung von 500 000 Franken stehen Kostensteigerungen vor allem im Gesundheits- und Sozialwesen (beispielsweise Fallzunahmen bei der Spitex) von über 1 Million Franken gegenüber.

Dazu kommen einmalige Auslagen wie die Kapitalabfindung für den scheidenden Stadtammann Daniel Moser und Anschaffungen für die Feuerwehr. Ein ausgeglichenes Budget sei nur möglich, weil man auch kleine Ausgabenposten konsequent hinterfragt habe, erklärte Geissmann weiter.

Mut für notwendige Investitionen

Willi Wengi, Präsident der Finanzkommission, zeigte sich erfreut, dass der Selbstfinanzierungsgrad für die anstehenden Investitionen auf fast 50% gesteigert werden konnte. Dennoch resultiere ein Vermögensabbau, der aber gewollt sei. Da niemand der Einwohnerräte das Budget kapitelweise beraten wollte und keine Detailfragen auftauchten, erfolgte die Abstimmung. Das Budget wurde ohne Gegenstimme gutgeheissen.

Der Rat nahm zudem den Investitions- und Finanzplan der Einwohnergemeinde Brugg für die Jahre 2018–23 zur Kenntnis. Reto Bertschi von der SP regte an, dass die Stadt möglichst bald in den Neumarkt- und Bahnhofplatz sowie die Süssbach-Unterführung investieren sollte. «Es wird nicht billiger. Ich wünsche dem neuen Stadtrat Mut.»

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